The Global Member Survey 2019 is on!

Leider ist der Eintrag nur auf Englisch verfügbar.

 

CALL FOR ACTION – voice your impact now!

The survey 2019 will run from February 11 to March 10

 

To all our Members here in Zurich please take the time to fill out this survey and help us grow and get better. In addition to our eternal gratitude we will also raffle some amazing prizes to help sweeten things up: 🙂

 

Impact Hub Global will raffle 2 participants of the Member Survey globally who will receive an entrepreneurial stipend of EUR 300 each.

 

We will also raffle different prices locally each week: 

  • Week 1 (Feb 11-Feb 17) A dinner for two at the Kraftwerk Cafe including 5 plates to share of your choice and a bottle of wine.
  • Week 2 (Feb 18-Feb 24) Win 10 tickets for stattkino 2019 and enjoy the art of cinematic performance together with your loved ones!
  • Week 3 (Feb 25-Mar 3) Get a Nomad membership for yourself or a friend for 2 months.
  • Week 4 (Mar 4-Mar 11) tba 😉

 

 

Wondering why we’re running a survey?

Only with the help and feedback of members and makers, we are able to inspire, connect and enable. Evaluating and measuring impact is part of our DNA as Impact Hub, and an integral part of self-reflection and important exercise to improve the processes and activities we are conducting.

In 2019 our goal is 150 filled-in surveys in Zürich and 250 amongst all Impact Hubs in Switzerland.

 

100% POSSIBLE. TOGETHER.

 

 

Wenn die Kleinen mit den Grossen
– Innovation durch Zusammenarbeit

Die 35 Startups des Kickstart Accelerators sind im Kraftwerk eingezogen. In den kommenden Wochen werden die JungunternehmerInnen versuchen, Kooperationen mit Schweizer Grossunternehmen, Stiftungen, Universitäten und Städten aufzugleisen. Wozu das gut ist? Der Kraftwerk-Blog zeigt dir anhand drei Gründen auf, warum Startups und Grossunternehmen stärker zusammenarbeiten sollten.

 

Hier gelangst du zum Blogpost!

 

 

These are the #kickstarters18 !

Leider ist der Eintrag nur auf Englisch verfügbar.

The jury of Kickstart Accelerator has selected 30 promising tech companies from 12 countries that will come to Zurich this fall to work together with Swiss corporations, universities, cities and foundations in order to drive deep technologies. In this blogpost by Kickstart Accelerator you get to know every single of the 30 companies and the 5 intrapreneur teams that will participate in this year’s program as well!

Read the full blogpost

Community First: Impact Hub Zürich 3.0 als hybride Organisation

ZUSAMMENFASSUNG

Seit dem Zusammenschluss von Colab und Impact Hub ist viel geschehen. Inzwischen gibt es fünf und möglicherweise bald sechs Impact Hubs in der Schweiz. Der Impact Hub Zürich ist mit gut 1’000 unternehmerischen Mitgliedern und vier Standorten, darunter das Gemeinschaftsprojekt „Kraftwerk“, zum grössten Impact Hub der Welt gewachsen. Das Team hat sich entsprechend stark vergrössert und einige der damaligen Gründer sind heute nicht mehr operativ aktiv. Die letzten Jahre – und vor allem 2017 – waren sehr turbulent mit Höhepunkten, wie der Eröffnung des Kraftwerks oder dem Aufbau des Kickstart Accelerators und echten Tiefpunkten, wie mehrerer Burnouts im Team. Mit all den neuen Projekten und Aktivitäten haben das Co-Manifesto und vorallem die Community nicht mehr die Aufmerksamkeit erhalten, die sie benötigen.

Impact Hub Zürich 3.0 soll dies ändern: Mit dem neuen Strategiefokus „Community First“ hat die Community wieder oberste Priorität im Impact Hub. Die Impact Hub Member werden in der Governance mit eingebunden und wir schaffen Transparenz über den Impact Hub Zürich Verein und die AG, die neu als hybride Organisation im Sinne des Co-Manifestos und den Zielen zur nachhaltigen Entwicklung der Vereinten Nationen („SDGs“) aufgestellt werden.

Der Verein Impact Hub Zürich ist neu mit 5% an der Impact Hub Zürich AG beteiligt, bei der neben der Gründer noch 10% für weibliche Führungskräfte aus dem Team reserviert sind. Die Community und die Mitarbeitenden des Impact Hubs wählen Vertreterinnen für die Mitgliederversammlung des Vereins, der die Community organisiert und als Förderverein weiterbesteht, sowie den Verwaltungsrat der AG, die die operativen Aktivitäten des Impact Hubs durchführt. Die neue Struktur ermöglicht es Teammitgliedern und Mitstreitern, Spin-offs und Startups – ob non-profit oder for-profit – aufzubauen, bei denen der Impact Hub beteiligt ist und die Umsetzung des Co-Manifestos und der SDGs garantiert. Vor allem ermöglicht Impact Hub Zürich 3.0 die Fokussierung auf die Community für viele kollaborative Projekte, einzigartige Coworking-Angebote, einmalige Events, inspirierende Räumlichkeiten und einladende Gastronomie. Daneben entstehen dynamische Spin-offs, die innovative Produkte und Dienstleistungen für eine nachhaltige Wirtschaft und Gesellschaft entwickeln.

 

START WITH WHY

Nach Impact Hub 2.0 folgt 3.0

Die Zeit steht niemals still – und das ist auch gut so! Während sich unser Umfeld in Zürich verändert, hat sich auch innerhalb des Impact Hub Zürich einiges getan, allen voran Folgendes: wir sind gewachsen! Unsere Community ist auf mittlerweile über 1000 Mitglieder angestiegen, die nun an vier verschiedenen Orten, inklusive des Gemeinschaftsprojekts „Kraftwerk“, und in zwei Cafés in Zürich coworken können. Dementsprechend hat sich auch unser Team vergrössert und unser Angebot diversifiziert. In der Schweiz gibt es Impact Hubs inzwischen in Zürich, Genf, Bern und Lausanne, schon bald in Basel und womöglich auch in der Sonnenstube.

Eine grosse Veränderung innerhalb des Impact Hub Zürich war der Generationenwechsel in 2017. Einige ehemalige Gründer haben sich aus dem operativen Geschäft zurückgezogen und sind ins Advisory Board gewechselt und die Entscheidungs- und Eigentumsverhältnisse des Impact Hub Vereins und der Impact Hub Zürich AG wurden angepasst. Diese Veränderungen haben neue Möglichkeiten eröffnet, unsere Strategie zu überarbeiten und der neuen Situation anzupassen.

 

Aber zuerst mal: warum?

Der Impact Hub Zürich wurde 2010 als Verein gegründet (The Hub Zurich Association), um Sozialunternehmertum zu fördern und den „Inkubator“ Impact Hub Zürich zu betreiben. Als nach dem Zusammenschluss mit dem Colab neue Aktivitäten hinzukamen, allen voran Dienstleistungen für Unternehmen, gründeten wir die Impact Hub Zürich AG – dies jedoch ohne formale Verbindung zum Verein und vor allem kaum transparent für Aussenstehende. Für uns MitarbeiterInnen wurde die Struktur zunehmend komplexer und entsprach immer weniger den Aktivitäten sowie den unterschiedlichen Engagements der beteiligten Personen. Eigentlich haben uns die Veränderungen schon länger unter den Fingernägeln gebrannt, denn nicht nur die bisherige Struktur, die Governance und die Aktivitäten des Impact Hub Zürichs waren nicht mehr im Sinne des Co-Manifestos – sondern auch die Kultur und die Gesundheit im Team:

Die letzen zwei Jahre waren intern geprägt von strukturellen Unklarheiten, nicht eindeutigen Rollenverständnissen und Verantwortungszusteilungen, und kaum Transparenz bezüglich Entscheidungswegen, was zu einer starken Belastung des Teams und leider auch zu mehreren Burnouts geführt hat. Vom Prinzip „truly regenerative“ konnte also nicht die Rede sein. Hinzu kam ein rein männliches Führungsteam, welches die Diversität im Team nicht widergespiegelt hat und wofür der Impact Hub Zürich nicht stehen möchte. Wir waren im Team irgendwie selbst nicht mehr „100% human“. Und die Community hatte nur selten die Chance, sich in Entscheidungen einzubringen. Es fehlte an der Umsetzung von „me, us, all of us“.

Die strukturellen und strategischen Veränderungen rund um IHZ 3.0 sowie eine transparente Kommunikation mit Team, Community und Partnern sollen eine Chance sein, das Co-Manifesto wieder stärker zu leben und als Vorbild voran zu gehen.

 

Neue Strategie: Community First

Nach einer Anfangsphase als IHZ 1.0, in der Community, Coworking und Fellowships im Fokus des Impact Hub Zürich lag, und einer Wachstumsphase als IHZ 2.0., in der vor allem Partnerschaften mit Grossfirmen und grössere Räumlichkeiten auf der Agenda standen, haben wir nun gemeinsam im Team entschieden, eine “Community First” Strategie zu verfolgen. In dieser Phase steht die Community und unser Angebot für unsere Mitglieder (z.B. Events, Coworking Spaces, Gastro etc) nun wieder im Zentrum unserer Aufmerksamkeit. Mit den zusätzlichen Aktivitäten wie Stride, Summerpreneurship, Factory oder Kickstart Accelerator bieten wir nun die Möglichkeit für Team-Mitglieder, diese als UnternehmerInnen in Impact Hub Spinoffs auf- und auszubauen.

 

 

IHZ 3.0 beschreibt die dritte Phase des Impact Hub Zürich nach 1.0 Gründung & Aufbau und 2.0 Colab-Fusion & Ausbau.

Und um dieser Strategie gerecht zu werden, steht auch ein Re-Organisation des Teams an.

Der bestehende „Hub Innovation Circle“, der sich auf Corporate Partnerships konzentriert hat, wird aufgelöst und die Mitarbeiter neu als Community Builder übernommen.

 

 

IMPACT HUB ALS HYBRIDE ORGANISATION

Transparenz und Mitentscheidung für die Community

Um in Entscheidungen partizipieren zu können, muss erst einmal Transparenz bestehen. Entsprechend bedeutet „Community First“ für uns auch, die Strategie, Strukturen und Entscheidungs- sowie Besitzverhältnisse des Impact Hubs transparent zu kommunizieren. Wir setzen „no hidden agenda“ konsequent um.

 

Impact Hub Zürich Verein:

Im Sinne von „Community First“ macht die Community den Kern des Impact Hubs aus. Sie ist im gemeinnützigen Verein Impact Hub Zürich organisiert, der einerseits rechtlich als Vertragspartner für die Mitglieder des Impact Hub Zürich dient, und andererseits als Förderverein gemeinnützige Projekte im Sinne des Vereinszwecks und im Rahmen der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen fördert.

Die Community wird neu eine Vertreterin oder einen Vertreter wählen, die bzw. der als „Voting Member“ eine Stimme in der Vereinsversammlung erhält, um auf höchster Entscheidungsebene mitwirken zu können. Ebenfalls neu ist, dass alle anderen Impact Hub Mitglieder als Vereinsmitglieder ohne Stimmrecht an den Vereinsversammlungen teilnehmen und mitdiskutieren dürfen und Einsicht in die Entscheidungen und Finanzen des Vereins haben. Neben den Gründern wird neu auch eine Stimme in der Vereinsversammlung vom Impact Hub Zürich Team gewählt. Gemeinsam wählt die Vereinsversammlung den Vereinsvorstand, welcher die Aktivitäten des Vereins gemäss dem Vereinszweck – der bleibt unverändert – verantwortet.

Die Community und das Team wählen jeweils eine Vertreterin oder einen Vertreter in die Vereinsversammlung.

 

Impact Hub Zürich AG:

Die Impact Hub Zürich AG, die neu im Sinne einer B-Corp geführt wird, übernimmt zukünftig die operativen Aufgaben des Impact Hubs. Sie bietet Community Dienstleistungen und Events, verantwortet den Betrieb und Vermietungen der Räumlichkeiten und betreibt die gastronomischen Angebote des Impact Hubs. Als Dienstleisterin für den Verein geniesst sie kein Exklusivrecht, sondern muss top Qualität zu fairen Preise bieten. Die Impact Hub Zürich AG vertritt auch die Stimme des Impact Hubs in den Spinoffs wie den Vereinen Futurepreneurship (ehem. Summerpreneurship) und Stride, und kann sich an Neugründungen wie der reverse AG (ehem. Factory) oder der Kickstart Accelerator AG (noch zu gründen) beteiligen.

„Community First“ gilt natürlich auch für die Impact Hub Zürich AG. Die Vertretungsperson der Community wird in den Verwaltungsrat gewählt und auch das Team wählt eine/n Vertreter/in in den Verwaltungsrat. Daneben sind die vier noch im Impact Hub Zürich aktiven Gründer, Beat, Christoph, Jorgo und Martin im Verwaltungsrat.

Die von der Community und dem Team gewählten Personen sind ebenfalls im Verwaltungsrat der Impact Hub Zürich AG vertreten.

Somit ist der Impact Hub Zürich zu einer formellen, hybriden Organisation geworden, wobei die Zusammenarbeit zwischen dem Verein und der AG mittels Verträgen festgehalten wird.

Der Verein hält weiterhin alle Memberships mit der Community während die AG den Betrieb der Spaces etc. übernimmt.

 

Die vier Gründer halten mit insgesamt 80% die Mehrheit an der Impact Hub Zürich AG, wobei die übrigen 20% folgendermassen aufgeteilt sind: 1% hält Janine als ehemalige Gründerin des Colab, je 2% halten Michel und Niels als ehemalige Impact Hub Zürich Gründer, 5% hält der Impact Hub Zürich Verein und 10% sind noch für neue Miteigentümerinnen reserviert, um auch bei den Besitzverhältnissen eine bessere Balance der Geschlechter zu gewährleisten.

 

Die Eigentumsverhältnisse der Impact Hub Zürich AG (CB = Christoph Birkholz, BS = Beat Seelinger, GK = Georgios Kontoleon, MM = Martin Mächler)

 

Klingt noch etwas kompliziert? Ist es aber nicht (s. Zeichnungen). Mit Impact Hub Zürich 3.0 entsteht eine moderne, hybride Organisation, deren Fokus auf der Impact Hub Zürich Community liegt und die im Sinne des Co-Manifestos und der Sustainable Development Goals geführt wird. Die Community und das Team entscheiden auf höchster Ebene mit – sowohl im Verein, der die Beziehungen zu den Impact Hub Mitgliedern hält, als auch in der AG, die die operativen Aktivitäten durchführt.

Mit Impact Hub Zürich 3.0 möchten wir ein echtes Vorbild für eine nachhaltige Wirtschaft und Gesellschaft schaffen. Wir freuen uns auf den Dialog und die Weiterentwicklung. Die ersten Gedanken von Impact Hub 4.0 kreisen bereits 😉

 

EURE CHANCE – EUER VOTE!

Bis Ende Jahr 2018 soll die Impact Hub Zürich AG ein funktionierendes, diverses Verwaltungsrats Gremium erhalten. Dazu gehören auch die neu gewählten Team und Community Vertreter.

 

Nun seid ihr gefragt! Schlagt über folgendes Formular eure Kandidatinnen/Kandidaten für die Community Vertretung vor. Folgende Kriterien für die vorgeschlagenen Personen sollten dabei beachtet werden:

  • Board oder Management Erfahrung in einem mittleren/grossen Unternehmen
  • Betriebswirtschaftliche Kenntnisse
  • möchte Mitglied der IH Community werden (oder ist es bereits)
  • Zeitbudget für Board Tätigkeit vorhanden (~2h / Monat)
  • Möchte die Rolle für die nächsten 2 Jahre ausführen
  • Kann die gewünschten Aufgaben gemäss OR erfüllen
  • Teamfit mit den aktuellen Verwaltungsratsmitgliedern muss gegeben sein

 

Der Verwaltungsrat der Impact Hub Zürich AG wird voraussichtlich alle drei Monate tagen. Für das Mandat ist eine Aufwandsentschädigung vorgesehen.

Für die Wahl ist folgender zeitlicher Ablauf geplant: Im Juli und August 2018 werden die Kandidaten von der Community vorgeschlagen, im September und Oktober 2018 werden die genannten Kandidaten vom Impact Hub Zürich Team gescannt (auf Erfüllung der Kriterien). Danach erfolgt im November 2018 die Wahl durch die Community. Und der gewählte Vertreter der Community wird am nächsten TownHall im Dezember 2018 bekannt gegeben.

Vielen Dank für eure Co-Creation der Zukunft des Impact Hubs Zürich!

 

Making an Impact by writing about impactful Projects

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It’s Impact Journalism week this week and today, we start into it with a glance back at stories we followed the last year.

On Saturday, 16th of June, we celebrate Impact Journalism Day. No, not for the first time – it’s the fifth year since newspapers around the world have taken the initiative to highlight Impact Stories. There still is quite a lot of controversy around the term and what impact journalism is: Whether its aim is to highlight positive stories to provide a balance to the constant stream of bad news in the world and to show some of the solutions to those problems that already exist. Or whether it is taking the constructive route, trying to reflect on what great journalism is and provide more than one angle to an issue as climate change, including both solutions that fly and fail and honour the complexity of the issues we face.

Knowing that the Impact Hub Zürich is an ideal ecosystem to find and share impact stories, Luis Laugga and I came together last year, supported by the Impact Hub communications team, and interviewed a member of the Impact Hub Zürich community every month who is working towards a solution for one of the 17 sustainable development goals. With every conversation, our awareness of how complex the issues we are facing and how interconnected the sustainable development goals really are grew. Every single project was at least touching two or three sustainability goals, and by tackling one issue, another issues would surface: Sourcing products from small farms isn’t just about the production aspect. It’s about a lot more – from working conditions to logistics and supply chain issues around transportation that are linked to climate change, and not to forget questions around a healthy lifestyle that is so intimately connected to what we eat and drink.

From each interview, we walked away very inspired, with more questions in our heads than before the interview. Having these conversations often led us from one project to another. Talking to Tobias Joos from Crowd Container sparked the idea to talk to David Emmerth from Imagine Cargo. Social Fabric’s vision of finding new plant fibres to innovate the world of fabrics popped up at the back of my head when I talked to the founders of GemüseAckerdemie. Who knows, maybe the kids who are planting beans now in their school gardens will figure out how to turn plant fibres that we throw away into something that will spark a fashion revolution.

Over and over again, Luis and I were amazed by the ideas people in our community come up with and their dedication and willingness to pursue projects and alternatives that go against well established and engrained ways of how things have been done in the past. Paired with a big breeze of idealism, some of these projects are pursuing solutions that currently are hard to scale without massive help from people around them and communities who are willing to invest in their value. What all our interviewees had in common, was patience, a long term perspective for the change they are trying to implement, and tangible solutions that produce visible results on a daily basis and that can be shared with the world around them.

Luis and I hope that we have made a small contribution with our conducted interviews. By writing about impactful projects, we hope to make an impact – to get the word out, to inform and connect people and to initiate collaboration between projects and partners that can benefit from each other. If you are curious about other forms of Impact Journalism, please join us for our panel discussion on Impact Journalism on Thursday, June 14, at 7 pm at Kraftwerk.

Plastik Edukation – Aufklärungsarbeit gegen vermüllte Weltmeere

Der Gedanke, dass ich in Zukunft selbst einmal in die Welt der Ozeane eintauche, war für mich unvorstellbar, da ich weit weg vom Meer groß geworden bin. Wenn ich jetzt zurückblicke, bin ich dankbar und bekomme eine Gänsehaut, wenn ich daran denke, was ich alles erlebt und umgesetzt habe. Inzwischen nehme ich Menschen mit in die Unterwasserwelt. Ich bringe ihnen das Freitauchen bei, das Tauchen mit nur einem Atemzug, um die Schönheit und die Geheimnisse dort selbst zu entdecken. Auf unseren SilenceJoyFreedom Segelreisen erkunden wir mit unseren Gästen die faszinierende Unterwasserwelt des Mittelmeers. Jedes Mal, wenn wir wieder auftauchen, kommen wir mit neuen Erfahrungen zurück an die Oberfläche, die uns inspirieren und unser Leben auf diesem wundervollen Planeten in einem wertschätzenden Licht erscheinen lassen. Wir werden daran erinnert, wie lebendig unser Planet und wir selbst sind.

Inzwischen begegne ich auf meinen Tauchgängen immer häufiger einer anderen „Lebensform“ – Müll, und insbesondere dem aus Plastik. Es vergeht kaum noch ein Tauchgang, bei dem ich nicht mit der Vermüllung unserer Meere konfrontiert werde. Besonders auffällig ist die große Menge an Plastik, das nur einmal benutzt wird. Ist wirklich bald mehr Plastik im Ozean als Fisch, wie es immer öfter zu lesen ist? Der Plastikkonsum steigt und gleichzeitig werden die Fischbestände ausgebeutet – da braucht man nicht unbedingt wissenschaftliche Belege um zu bemerken, dass etwas hier etwas nicht stimmt.“

Das Plastik im Meer, das ist doch so weit weg! Und ja, über 90% des Plastikmülleintrags in den Weltmeeren wird durch Flüsse in Asien in die Ozeane gespült. Doch auch wir tragen dazu bei, denn auch unsere Flüsse enden irgendwann im Meer. Und neben dem großen Plastik, ist es vor allem das Mikroplastik, also Partikel unter 5 mm, die sich immer mehr anreichern. Doch warum stört das Plastik so sehr? Was macht es schlimmer als die Glasflasche oder den Pappkarton?

Die Antwort auf diese Frage lautet: Die enorm lange Abbauzeit! Und der Zerfall in das gefährliche Mikroplastik. Was größere Plastikteile anstellen, ist einfach zu beobachten und löst schnell Schrecken aus: Der Strohhalm aus dem Cocktail findet sich in der Nase einer Schildkröte wieder, die Plastiktüte, dient als neues Gewand für Meerestiere. Dazu kommt, dass viele Tiere das Plastik mit Nahrung verwechseln und daran verhungern. Doch noch gemeiner ist das Mikroplastik. Es fördert das Wachstum und die Verbreitung von Mikroben, die das herumtreibende Plastik als Wohnort lieben. Außerdem siedeln sich neben den Mikroben Giftstoffe dort an und treiben ebenfalls ohne Grenzen weite Strecken umher.

Und hier ist der traurige Witz an unserer verschwenderischen Art mit Plastik umzugehen, es landet wieder bei uns! Der Fisch ist mit Mikroplastik und daran haftenden Giftstoffen angereichert und landet bei uns auf dem Teller. Das Trinkwasser enthält die Mini-Faserabbrüche der letzten Wäsche der geliebten Fleece-Jacke und löst bei uns Immunreaktionen und Entzündungen aus.

Es ist Zeit, etwas zu tun, Zeit für ein Umdenken und Zeit, dass wir handeln. Natürlich kann und sollte jeder bei sich selbst anfangen, egal ob wir am Meer leben oder in einer Stadt wie Freiburg oder Zürich. Doch wir müssen auch größer Denken. Durch unzählige Aktivisten und Forscher ist das Problem nun auch in der Presse vertreten und wird aktiv vom Europaparlament diskutiert. Viele Regierungen setzen Verordnungen auf, um den Wahnsinn des Einmal-Plastik-Konsums einzudämmen. Für uns persönlich bedeutet dies das Aktiv-Werden mit unserem Projekt „Plastik Edukation“. Wir, das sind Daniel Bichsel und Anna Neubauer, haben uns durch ein glückliches Schicksal getroffen und beschlossen, nicht länger untätig zu sein. „Plastik Edukation“ ist ein Vortrag, mit dem wir die Menschen erreichen wollen, ihnen von der Schönheit der Unterwasserwelt erzählen, von den katastrophalen Folgen der Vermüllung berichten, zeigen wie kreative und Mut machende Initiativen gegründet wurden und am allerwichtigsten, unsere Zuhörer ermuntern, mit kleinen Schritten bei sich selbst anzufangen, sich den bestehenden Aktionen anzuschließen und ihre eigenen neuen Ideen umzusetzen. Denn nur wenn wir gemeinsam handeln, können wir es schaffen, die Welt, die wir so lieben in ihrer Schönheit zu erhalten!

In unserem Vortrag am Mittwoch, 13. Juni, am Impact Hub Zürich (Colab) kannst du mehr darüber erfahren, wie sich dieses in unseren Weltmeeren angesammelte Plastik auf uns auswirkt, wie andere gegen die Vermüllung aktiv werden und was man als Einzelperson tun kann.

 

7 reasons why you should join Hack’n’Lead, the first women-friendly hackathon in Switzerland

Leider ist der Eintrag nur auf Englisch verfügbar.

The concept of hackathons is well-established and has proven to be very popular among tech enthusiasts for a number of reasons. But in the face of growing interest of women in technology, its current format is bound to change.

Hackathons are two or more day-long get-togethers, during which people who are passionate about technology work on software-related challenges. Those challenges are often provided by sponsor companies or organizations, who hope to profit from transforming promising prototypes into finalized products, while at the same time recruiting talents for IT-related jobs, who Switzerland is predicted to dramatically fall short of.

 

# Hackathons today

As a former participant, I see a number of benefits coming from joining hackathons.

  1. It is a fantastic learning opportunity. You can use this time to test a new skill or framework in a setting that keeps you focused and motivated. During its course, you will hear about new advancements in the field, and realize that asking even dumb questions is encouraged, and not frowned upon.
  2. It forces you to get out of your comfort zone and grow. Expect to pitch your own idea for a project to complete strangers or explain why you are a good candidate for someone else’s team. Present your work in front of tens or hundreds of people. It will be intimidating but exciting, particularly if you are shy or suffer from an imposter syndrome.
  3. You get a taste of smart management and team dynamics. Hackathons are great lessons in terms of execution and efficiency. There is no room for perfectionism – you need to judge where to invest time, how long to try, and when to switch to a new solution. You will be working under pressure, taking lead on some tasks, sharing your know-how, and dealing with different personalities.
  4. It opens your eyes to new career choices. Working on an exciting project may convince you to do a career shift. Besides learning while networking or through tech talks, large on-site hackathons feature company booths where you can approach their representatives and learn about your potential workplace first-hand. Just like at a job fair, but in a much more natural setting, they are recruiting.
  5. It truly is intense-networking with relevant people. During these few days, you will have endless opportunities to get to know people on a professional level, be it during team-matching sessions, food breaks, or going for coffee together. And it could start already beforehand if a hackathon offers closed groups/messaging platforms to connect.
  6. You make a step towards entrepreneurship. People often go to hackathons when they have a business idea that they want to explore. Sometimes your idea/solution might be so amazing it could get bought, or you and your team mate(s) might resonate so well that you will continue working together beyond the hackathon (and maybe even form your own startup).
  7. You catch attention if you win. It is not the most important point but in case of success, it does help you market yourself and makes a nice entry on your CV. And if you aren’t a finalist, technically you won all of the above anyway.

 

# Hackathons of tomorrow

Hackathons are an obvious career-boost. They will make you more aware of your own capabilities and thus also bolster your confidence, something that is highly desirable for women who tend to undervalue their own skills or achievements more than men. I thus see a great potential in using targeted tech events as a weapon against some of the consequences of gender socialisation, such as the choice of a profession. Many women new to tech say that if somebody had showed them coding when they were young, they would have actually seen that it is a lot of fun.

With the growing number of initiatives supporting women in STEM, as well as the accessibility of non-academic learning resources like coding bootcamps and MOOCs, we need to accept that more women will make career switches and slowly enter the ICT workforce. And not surprisingly, on average they do have different needs and expectations of what a fulfilling and friendly workspace should provide, which in turn impacts the design of hackathons. In response to these revelations, we created Hack’n’Lead, a hackathon meant to be inclusive by construction. Here’s what makes it women-friendly and worth attending.

  1. We put stress on learning, not competing. For one, we need a different strategy to accommodate women, who realized the economical benefits of working in tech and switched careers. Besides, we need to speak a different language to a crowd underestimating their own skills to convince them that a usually male-dominated event is a place where they belong. Otherwise, they lose opportunities to grow and lead in the sector that is responsible for the nation’s sustained economic growth.
  2. We offer childcare. In order to make the event more inclusive, we need to face a reality of an average woman. Switzerland literally refuses to increase the paternity leave. Out of EU-27 states, 80% of people who reduce their working hours in favor of taking care of the child are women, and that excludes the maternity leave. We’d like to see fulfilled leaders and moms, who are not set back in their careers because of the faulty system. And we happily make coding a family experience, offering coding sessions for kids as a part of the program.
  3. We get rid of overnight coding to promote work-life balance. We believe people think best when they rest, and we oppose the notion of creating a world, in which innovation is possible only in an extremely competitive environment. We respond to the feedback of our community, who repeatedly voiced out their concerns that praising those who slept the least fosters unhealthy attitude of lack of work-life balance. We also keep it fair to moms and dads who either want or need to return home in the evenings to their children.
  4. We encourage women to set foot in the blockchain and AI spaces, no matter their level of expertise. These are the fields with technologies of great potential, and female perspective is absolutely required as they are to transform entirely the world as we know it. Building careers in AI or blockchain is easier than ever, with the rise of part-time schools, online learning or bootcamps. The fact that blockchain is a very young field means women can easily contribute to it even as young software developers. We are making sure women are aware of it, and we will provide relevant tech talks and challenges at the hackathon.
  5. We organize a preparatory event. We designed a half-day workshop on soft skills (pitch training) and hard skills (machine learning with Google, smart contract development with Validity Labs). We scheduled it 3 weeks before the hackathon, which gives the participants enough time to look deeper into the new subjects.
  6. We give unique support: mentors. Partner companies will send experts in various domains, who will be available at the event to interact with the participants as they work on their projects. Mentors can help with technical issues or answer any career-specific or women-specific question you might have. Don’t forget to ask them about their companies and jobs!
  7. We create a safe and relaxed space to ensure a positive experience for first-timers. Initiatives for women in tech gained popularity because there is a clear need for them to have a space, in which they can easily meet other women sharing their interests or understanding their struggles. We hope that the presence of female role models and organizers will break the initial barriers for signing up, and that we convinced potential attendees that they won’t be isolated. We believe that it is imperative to create a positive experience for people joining hackathons the first time, as then they are more likely to continue on that path.

A women-friendly hackathon is not a women-only hackathon. Many of the improvements we propose will actually benefit anyone setting their foot in the new technology sector and feeling insecure about it. To get out of the comfort zone, learn lots of new things in a short period of time and make serious career changes is a clear evidence of a strength of a character. And as Switzerland cannot keep up with the growing demand for ICT specialists, the smarties choice is to invest into this strongly motivated and growing group.

Help us spread the word and unleash your potential at Hack’n’Lead on the 16-17th of June. You can apply to the hackathon here, and register for the preparatory event happening on the 26th of May here.

 

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„100% Human: Arbeiten ohne Türen und Job-Erfinden im Park“

Wir lieben unser Co-Manifesto. Aber was genau bedeuten die ganzen Prinzipien? Und wie kann ich diese im Alltag leben? Erklärungsversuche aus dem Impact Hub Zürich Team und unserer Community. Dieses Mal:

„100% human – We meet at eye level and bring our whole selves to work“  

 

Ein gutes Bauchgefühl und das richtige Arbeitsumfeld

„We meet at eye level and bring our whole selves to work“ sind für Bora Polat, CEO und Gründer von Montemedia, nicht nur schöne Worte, die er mit Charme und Witz vertritt, wie beispielsweise am HubXpress-Pitch 2016, sondern etwas, das er lebt. Mit voller Überzeugung. Und zwar vom Recruiting-Prozess und der Zusammenarbeit über das Produkt bis zum Umgang mit den Kunden. Montemedia arbeitet im Bereich Digital Marketing und bringt gemäss Bora Polat «online die richtige Botschaft an die gewünschte Zielgruppe – zur richtigen Zeit». «Der Mensch steht im Mittelpunkt, es ist immer people’s business», sagt Bora. Dies beginnt schon gleich beim ersten Kontakt: Bewerbungsgespräche werden bei Montemedia nicht am Bürotisch geführt, sondern irgendwo draussen, beispielsweise in einem Park – ab und zu kann es sogar eine Bar sein. «Wir spazieren nebeneinander und plaudern über das, was der Bewerber oder die Bewerberin gerne macht, aber auch über Themen aus dem Privatleben.» Bora will die Leute kennen lernen, will dass sie sich ihm gegenüber öffnen, egal ob Kunden, Team oder Partner. Er sucht Menschen, die voll motiviert sind. Deshalb fragt er auch nach, was die Person für sich selber in zwei oder fünf Jahren erreicht haben möchte und will herausfinden, warum. «Motivation, das ist das Allerwichtigste, die Skills kann man sich aneignen, das innere Feuer nicht», davon ist der unorthodoxe CEO überzeugt.

Diesen starken inneren Antrieb will er nutzen und fördern und er ist bereit, dafür den Bewerbungsprozess auch mal auf den Kopf zu stellen. «Wenn jemand bestimmte Fähigkeiten und Ideen hat, solche, die ich vielleicht nicht direkt gesucht habe, dann schaue ich, ob es dafür auf dem Markt eine Nachfrage gibt», erzählt er. «Finden sich Leute mit Zahlungsbereitschaft, dann machen wir das. Die Person wird eingestellt, macht ihr Ding und erledigt zusätzlich einen gewissen Teil des Daily Business.» Da die Leute nicht wegen des Geldes zu seinem Start-up kommen, funktioniere das, erklärt er.

Darum ist das Vorstellungsgespräch – oder besser das Kennenlern-Gespräch – so wichtig und ebenso das Bauchgefühl. «Zusammenarbeit im Team und auch mit Kunden, das ist wie bei der Partnerwahl», sagt Bora, «es muss wirklich passen.» Aber auch das Umfeld des Start-ups muss stimmen, weiss der Gründer aus Erfahrung. «Wenn du täglich Leute um dich herum hast, die ihre Arbeit nur als Durchlauf-Erhitzer nutzen, macht das die Motivation kaputt. Du kannst so kein Team oder Partnerschaften aufbauen und schon gar keine Freundschaften oder Vertrauen.» Das war für ihn auch der Grund, beim Impact Hub Zürich Member zu werden. «Hier ist man nicht gegeneinander, auch nicht nebeneinander, sondern miteinander. Die Grundeinstellung ist, dass man sich gegenseitig unterstützt und sich hilft, für die ganze Gesellschaft sinnvolle Ziele zu erreichen. Es ist normal, transparent und ehrlich zusammenzuarbeiten, auf Augenhöhe eben», fasst er seine Erfahrungen zusammen.

Bora Polat, CEO Montemedia, Impact Hub Zürich Xmas 2016, Hub Xpress
Photo: udo.sollberger@fotofabrik.ch

 

Das Gegenteil vom Arbeiten in einer Bubble

Einfach in das Büro einer internationalen Firma spazieren und ein Gespräch anfangen, weil dir gerade ein Thema unter den Nägeln brennt? Kein Scherz, bei der Firma Sennheiser geht das! Zumindest beim Innovations-Team, zu dem Lorenz Bucher (3D Audio Software Architect), Renato Pellegrini (Project Leader AMBEO**), Sofia Brazzola (User Experience Manager) sowie Veronique Larcher (Director AMBEO Immersive Audio) gehören und das (fast) wie ein Start-up funktioniert.

Nachdem geklärt ist, dass die folgenden Aussagen die eigenen und nicht diejenigen der Firma sind, kann das Gespräch losgehen. Wie funktioniert Arbeiten, wenn man keine Türe zumachen und jederzeit angesprochen werden kann? «Die Probleme von jemand anderem zu lösen, bringt auch uns weiter», erklärt Renato. Und umgekehrt. So werden beispielsweise seit längerem Headsets, die vor Lärm schützen, in der Hub-Community getestet. Das Feedback hilft, das Produkt weiter zu entwickeln. «Der Impact Hub Zürich ist das Gegenteil vom Arbeiten in einer Bubble», wirft Sofia ein. Der Austausch mit (anderen) Start-ups ist reflektiert, gewollt und sehr persönlich. Ganz nach dem Co-Manifesto-Motto «Wir bringen unser ganzes Selbst an den Arbeitsplatz». Lorenz meint dazu: «Du wirst hier nicht gezwungen, dich am Arbeitsplatz in einen anonymen, effizienten Business-Menschen zu verwandeln.» Und Sofia doppelt nach: «Wir können naiv, frisch und «out-of-the-box» denken und handeln.» Die lockere, familiäre Impact-Hub-Atmosphäre ermögliche und erleichtere diese Herangehensweise. Sich auf ‹Eye-Level› zu begegnen ist im Sennheiser-Team selbstverständlich: «Jeder von uns hat hier sein oder ihr ganz spezielles Wissen und das respektieren wir», sind sich alle einig. Auch Véronique, die Teamleiterin, die sich für eine Sitzung ausklinken musste, legt Wert auf einen Umgang auf Augenhöhe.

Nur wenig Zwischenwände, dafür Sofas, Sitzecken, eine Küche und natürlich das Café im Erdgeschoss – die IHZ-Einrichtung ist auf Begegnung ausgerichtet. Die Begeisterung im Team für diese Arbeitsweise ist spürbar. Doch wer denkt, deshalb könne man eine ruhige Kugel schieben, täuscht sich gewaltig: Es geht hier nicht um lockere Nine-to-Five-Jobs, sondern um die Weiterentwicklung von Innovationen in einem umkämpften Markt. «Weil der Impact Hub sich nicht wie ein steifes, traditionelles Büro anfühlt, ist es für mich total ok, auch mal länger im Büro zu bleiben, so lange eben, bis meine Aufgaben für den Tag erledigt sind», sagt Sofia. Alle übernehmen Verantwortung für das ganze Team. Auch Lorenz, der Programmierer, schläft schlecht, wenn etwas mit seinem Code nicht stimmt.

Praktiziert das Sennheiser-Team im Impact Hub Zürich also die Zukunft des Arbeitens für alle Unternehmen? «Es gibt sicher einen Typus Mensch, bei dem so viel Eigenverantwortung nicht funktioniert. Wir hatten mal einen Praktikanten, der sich nicht so wohl fühlte. Kontrolle gibt natürlich auch Sicherheit. Aber das merkt man rasch, wenn es nicht passt», erzählt Renato.» «Anonymität kann auch Sicherheit geben», wendet Lorenz ein. Und nach Sofias Erfahrung braucht es eine extragrosse Portion Selbst-Motivation, Leidenschaft und die Fähigkeit, Unsicherheit aushalten zu können, um in einer so offenen, wenig strukturierten Umgebung produktiv zu sein.

Lorenz Bucher (3D Audio Software Architect), Renato Pellegrini (Project Leader AMBEO), Veronique Larcher (Director AMBEO Immersive Audio), Sofia Brazzola (User Experience Manager)

 

**AMBEO steht für 3D Audio-Technologie von Sennheiser. Das Team im Impact Hub ist ein strategisches Innovationsteam, das auf diese zukunftsgerichtete Technologie fokussiert ist. Neben Forschungsarbeit entwickelt und testet es neue Hard- und Software-Produkte im Markt, um innovative Anwendungsbeispiele von 3D Audio für die Nutzer zu entdecken.

 

Nicht einfach nur die kleine Praktikantin

Bei Lisa-Ann Preuss, Gründerin und SEO-Spezialistin von LAPreuss Consulting und ihrer frisch gebackenen Praktikantin Bernadette Scheer, muss ich nicht lange erklären, worum es geht: «Wir teilen uns die Projekte so auf, dass bis zur Deadline alles erledigt ist», erklärt sie, «nicht nach irgendwelchen Hierarchien». Und dies, obwohl Bernadette erst seit drei Wochen im Team ist. «Start-ups faszinieren mich und ich fühlte mich hier vom ersten Tag an wohl», erklärt die Online-Marketing-Spezialistin. Sie kommt direkt von der Uni und kann sich – zumindest zurzeit – nicht vorstellen, in einem Grossunternehmen zu arbeiten. «Wir diskutieren in unserem Team auf Augenhöhe, ich bin nicht einfach nur die kleine Praktikantin, die Kaffee kochen und Gipfeli holen muss», meint sie.

Dass es im Impact Hub viele Möglichkeiten gibt, Menschen zu treffen und etwas zusammen zu machen, finden beide ganz toll. «Es gibt zum Beispiel die Christmas-Party oder Yoga und bald schon können wir wieder zusammen in der Limmat schwimmen», meint Lisa-Ann, «Hier kannst du mehr sein als nur eine Arbeitskraft, du kannst dich mit all deinen Leidenschaften einbringen.» Wichtig ist für sie auch, dass die Work-Life-Balance bei ihren Mitarbeitenden stimmt. So bietet die Gründerin in ihrer Firma bewusst auch zwei Teilzeitstellen für junge Eltern im Bereich Strategie und Analyse an. Lisa-Anns Vater besucht sie manchmal im Impact Hub. Obwohl er in den USA in der sehr traditionellen Finanz-Branche arbeitet, ist er total begeistert. «Er schwärmt richtig vom Kaffeeduft beim Eintritt ins Haus und von den hellen Räumen», lacht sie und meint: «Er arbeitet gerne ab und zu mit einem Tagespass hier und fühlt sich – genau wie ich – pudelwohl.»

Lisa-Ann Preuss, Gründerin LAPreuss Consulting; Bernadette Scheer, Praktikantin

 

 

Virtual Reality – Wie das Kino die Technologie vorantreibt

Über 100 Jahre Kinogeschichte wurden bereits geschrieben. Dabei wurden die Leinwände stets  breiter, blieben jedoch immer existent. Der Zuschauer blickt in eine Richtung und verfolgt das Geschehen vor ihr mit. Seit nun fast zwei Jahren gibt es aber in der Schweiz ein ganz neues Filmvergnügen – We Are Cinema – das erste Virtual Reality Kino der Schweiz.

Um dem grauen Alltag zu entkommen, entführt das Virtual Reality Kino dich in ferne Länder, animierte, unbekannte Welten und an fiktive Orte, die du noch nie zuvor gesehen hast. Aber Achtung, das VR Erlebnis ist visuell sehr stark – man schaut keinen Film auf einer Leinwand, sondern sitzt auf einem Drehstuhl mitten in einer Filmkugel und ist sozusagen der Mittelpunkt und Teil vom Filmgeschehen. 

Die VR-Technologie ist noch vergleichsweise jung und das Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft. Seit 2012 wurde die Idee der VR-Brille durch zahlreiche Tüftler vorangebracht und seit 2016 mit dem Release der Oculus Rift für den privaten Konsumenten zur Realität. Es folgten weitere Modelle von namhaften Firmen wie Sony und HTC. Und schliesslich auch die Version, mit der bei We Are Cinema gearbeitet wird: Die Samsung GearVR. Die Verwendung des markeneigenen Smartphone als Speicher und Bildschirm zum Einrasten in die Brille erweitert das Multifunktionsmedium unserer Zeit um eine weitere Komponente.

 

Die Einsatzmöglichkeiten von Virtual Reality – wenn auch noch vielerorts im Prototyp-Stadium – sind weitläufig, ja beinahe unbegrenzt. Schulungen in der Medizin ohne einen Patienten gefährden zu müssen, virtuelle Baupläne eines Hauses erstellen oder Besichtigungen im Ausland ohne physisch hinfahren zu müssen; dies sind nur einige Einsatzgebiete, welche bereits jetzt ausgetestet werden. An vorderster Front von alldem liegt aber natürlich die Entertainmentindustrie mit Film und Gaming. Wie bei jedem neuen Medium braucht die Entwicklung Zeit – sowohl auf technischer als auch auf inhaltlicher Ebene.

In Bezug auf Film ist nebst der Qualität des Bildes der Umgang mit den neuen Möglichkeiten von besonderer Wichtigkeit. Schliesslich hat der Filmemacher plötzlich einen riesigen Spielraum in Form der virtuellen Leinwandkugel zur Verfügung. Man kann das mit den Aufkommen des Superbreitbildformats (Cinema-Scope) in den 1950ern vergleichen. Auch damals hatten Regisseur Mühe den neugewonnen Bildraum zu füllen. Und so besteht bei VR die Gefahr, sich in der Produktion einfach auf eine Richtung zu konzentrieren und den Rest des Bildraumes lediglich etwas auszuschmücken. Die grosse Kunst bei VR besteht darin, den Raum so zu gestalten, dass der Zuschauer animiert wird, sich umzusehen. Dabei muss er sich auch damit abfinden, immer wieder Dinge zu verpassen, welche ausserhalb seiner Blickrichtung passieren. Nicht zuletzt ist eine so grosse Produktionsfrequenz wie bei Leinwandfilmen bei VR Filmen noch lange nicht gegeben. Da sucht man schon mal ein paar Tage bis man wieder einen geeigneten Film gefunden hat.

Entstehungsgeschichte

We Are Cinema ist beim Begehen dieses neuen Weges früh mit eingestiegen und hat sich als erstes VR-Kino der Schweiz ganz diesem noch jungen und faszinierenden Medium verschrieben. Gestartet in verschiedenen Clubs in der Stadt Zürich, konnte schon bald ein erstes Franchising in den Bergen eröffnet werden. 2016 folgte dann das erste Franchising in einem richtigen Kinokomplex im Youcinema in Oftringen. Mittlerweile betreibt We Are Cinema mehrere eigene Pop-Up Kinos – als Zwischennutzung in Clubs und co-working Spaces – ganz im Sinne vom «sharing economy» Prinzip!

Darum freuen wir uns euch am 25. April bei unserer dritten Vorführung im Kraftwerk willkommen zu heissen.

Die Geschichte hinter dieser Tasche

Im Herbst 2017 hatte das Kraftwerk, partnerschaftlich getragen vom Impact Hub Zürich, ewz, digitalswitzerland und Engagement Migros, in Zürich-Selnau seine Tore geöffnet, um zu einem schweizweit einzigartigen Ort für Innovation und Kollaboration zu werden. Und wo Kollaboration drauf steht, soll auch Kollaboration drin stecken – bis ins Detail. Ein besonders schönes Beispiel für gelebte und nachhaltige Kooperation ist die Kraftwerk-Stofftasche, die man seit Kurzem im Kraftwerk erwerben kann. Das kleine Kunstwerk steckt nämlich voller Geschichten von Nachhaltigkeit, Kollaboration und Lebensschicksalen – und widerspiegelt damit den Spirit des Kraftwerks.

 

Schlechte Arbeits- und Sicherheitsbedingungen, extrem tiefe Löhne, Kinderarbeit – die weltweite Textilindustrie sieht sich immer wieder heftiger Kritik ausgesetzt. Gleichzeitig entstehen immer mehr Initiativen und Projekte, die sich dieser Problematik annehmen. Eine davon ist das im Impact Hub Zürich angesiedelte Startup Social Fabric, eine Community-basierte Organisation, welche die Verwendung von Textilien und Bekleidung mit einem möglichst kleinen ökologischen – und einem möglichst grossen sozialen Fussabdruck unterstützt. Auch die neuen Kraftwerk-Stofftaschen stammen aus deren Produktion. Social Fabric hat die Taschen zusammen mit ihrem Partner Freeset in Indien hergestellt. Freeset ist eine Organisation, die sich für Frauen im indischen Bundesstaat Westbengalen einsetzt. Für viele der dortigen Frauen ist eine freie und eigene Berufswahl keine Option; sie sind dem Sex-Tourismus ausgeliefert. Dank Freeset erhalten sie eine Alternative: Sie produzieren Taschen wie den Kraftwerk-Bag, T-Shirts und diverse handgewobene Textilien und führen so die lange indische Tradition der Baumwoll- und Juteproduktion fort.

 

Im Siebdruckrahmen wird die Farbe mit dem Rakel durch das Sieb, das durchlässige und undurchlässige Stellen enthält, gerieben.

 

Um das gewünschte Motiv zu erzielen, wird jeder Farbton einzeln eingearbeitet.

 

Freeset ist für die Frauen mehr als «nur» ein Arbeitsort. Sie erhalten fairen Lohn und sind damit in der Lage, die Existenz ihrer Familien zu sichern, ihre Kinder gesund zu ernähren und deren Ausbildung zu gewährleisten, in einer vertrauensvollen Gemeinschaft zu leben, Zugang zu Gesundheitseinrichtungen zu haben und finanzielle Reserven für die Zukunft anzulegen.

 

Die Volltonfarben werden einzeln und nacheinander gedruckt, idealerweise besteht das Motiv aus vollflächigen und einfarbigen Formen.

 

Für Heather Kirk, die Initiantin von Social Fabric, bedeutet die Zusammenarbeit mit Organisationen wie Freeset viel. Transparente Herstellungswege von Textilien stehen bei ihr im Fokus.

 

Das bedruckte Gewebe wird zum Trocknen vom Untergrund gelöst.

 

Kollaboration hört bei der neuen Kraftwerk-Tasche aber nicht bei der Herstellung durch Social Fabric & Freeset auf. Auch das Design der Tasche entstammt einer speziellen Zusammenarbeit: Für das visuelle Erscheinungsbild und alle damit verbundenen Produkte haben sich das im Impact Hub angesiedelte Grafik-Unternehmen Grafik2 um Janine Fuchs und der selbständige Designer Lorenz Tschopp zusammengetan – um in Co-Creation-Manier den Auftritt des Kraftwerks zu entwickeln. Die Kraftwerk-Tasche ist dabei eines der Herzstücke: Eine Verflechtung von räumlich konstruierten Formen, die 3-Dimensionalität andeuten und das Auge spielerisch in eine bunte Schachtel-Skulptur verführen. Auf jeden Fall ist hier ein Teppich für den freien Raum der Interpretation gelegt.

 

Die Näherinnen nähen die bedruckten Einzelteile zum klassischen Tote Bag zusammen.

 

Den fair und kooperativ produzierten Kraftwerk-Bag in schwarz und weiss gibt`s im Kraftwerk für 15 CHF.

 

Rebels in the Classroom – Transforming Education with EdTech

Leider ist der Eintrag nur auf Englisch verfügbar.

Image: Tim Lehmann

 

I’m about to cycle Zurich’s Stauffacherbrücke. It’s an early fresh morning. Spring has melted away the layers of ice of a crystal clear Sihl river. Like every morning at the crossing, while waiting on my bike the traffic lamps to switch green, I spot the construction site of Zurich’s former main stock exchange building. The scaffolding in front of the impressive portal-like entrance hides behind a head-high temporary structure. Painted in blue and white letters it reads, “Education First – The World Leaders in International Education”. One of the world’s largest education companies will have taken over the famous landmark building by the end of 2018, completely restructuring its inner core. The “Tagesanzeiger”, with its publisher’s view right across the Sihl, titled the ‘take over’, “Zurich’s stock exchange becomes a school”.

 

Transformation in all sectors

The transformation of the finance world literally arrives in the education and learning sector. The computerization of finance ended not only in its collapse in 2008, but an ever more aggressive und unequal flow of capital into all parts of industries and our lives. The digitization of education and learning landscape could mark a turning point for the new technologies to do better for a learning society.

 

Kickstart Accelerator with a new focus

In our team at Kickstart Accelerator, we work on both – the tech in finance and education right across the street from the ‚Neue Börse‘ at Kraftwerk Innovation Space. This week, we launched into our third program year with a variety of partners, ready to pose their challenges in the search of national and international startups. The new ownership structure of Kickstart – since 2018 as an Impact Hub Initiative partnering with digitalswitzerland – allows us to refine our approach. We opt into such new fields that we care about like the technologies of education and learning – and keep what has been proven key industries for the Swiss innovation space, like finance, smart cities and food tech. We shift towards even more piloting between startups and established companies and institutions, such as multinationals, SMEs, cities, universities, and the government. This requires Kickstart’s focus to change from startups to scale-ups – more mature startups that are capable of partnering with the established players.

 

EdTech – Impact driven tech in education and learning

Kickstart’s EdTech focus, in addition to the Impact Hub’s collaboration and multi-stakeholder approach, merges the tech and impact focus in an exemplary way forward. Our impact focus signals Government Councillor Dr. Silvia Steiner’s patronage of the EdTech Vertical launch in Zurich. If we consider impact in the education industries serious, it requires close partnering with the government. Similar to what happens at SBB’s Europaallee – large tech companies overtaking government ground – there will be new players venturing and pushing the boundaries of a resilient, often times stiff education sector. Yet, as the high demand of forums and spaces like Kosmos and Die Republik shows, there is a solid demand among Zurich’s citizens to become more engaged in debates around the direction of the technological society – a rather old idea that finally seems to arrive in practice.

 

Impact driven tech in education and learning means better and simpler tech. Kickstart’s integration of science and engineering driven technologies (Deep Tech Nation Switzerland) across the four verticals is an important step we do into this direction in 2018. Yet, simpler tech does not mean less techie, but more driven by the contextual complexity and human-centered processes of learning as a social practice (and technological, think of your old school’s blackboard). Constructivist learning sciences experts like Dr. Dominik Petko, Vice president of the University of Teacher Education Schwyz, speak of Zones of Proximal Development (ZPD). In today’s light of digitizing and technologically equipping the learner’s pathway, the ZPD theory considers an individual learner’s limits within these developments. Dr. Petko’s publicly funded work as an academic, like Learningview.org – an AI optimized learning schedule that identifies a student’s overload within flexible learning environments – could inspire (more) solid pedagogic concepts for EdTech business models in what industry experts sometimes describe as frustrating product driven business landscape.

 

Building momentum within innovation clusters

In this vein, we will build on EPFL Lausanne’s experience in EdTech, particularly its 2017 launched EdTech Collider, as well as new strong partners such as ETH Zürich and the University of Zürich. If we look at the leading EdTech innovation clusters around the world in China, Scandinavia, the UK and the US, Switzerland needs to use today’s momentum in order to make its mark in what Switzerland should be strong in as a knowledge and technology-based society. Mercator Foundation Switzerland’s three-year support of the EdTech vertical acknowledges our vision to help build momentum for an EdTech cluster in Switzerland. More momentum will join if the Federal Department of Economic Affairs, Education and Research and the Federal Council will approve the EdTech proposal of its National Research Program on digital transformation.

digitalswitzerland raised initial industry momentum for EdTech in Switzerland.  We are now expecting Swiss firms to see education and learning not only as a politically poisoned, low-revenue business, but EdTech as a field of innovation for new technologies, new markets and society at large. I personally look forward to having Education First setting up its 1000 employees in 2018 right in front of our office space. I hope that EF will be opening up its ‚portal‘ and not be as much of a black box like the emerging tech and information industry has become. Akin to the Spotify and iTunes models in an analogy to the music industry, the education sector rightly fears a Napster moment. Yet, industry players will need to be prepared for carefully riding the long rising tide of the education and learning sector, especially in a social democratic Europe.

 

Momentum on a more personal level

What do we take from this momentum on a personal level? Many of us were rebels at school. I personally was one ‚without a cause‘. Only at the higher-ed level, I had the privilege to attend a reform pedagogic university. I still consider this time as a crucial starting point in becoming a confident learner, and hence responsible citizen.  At Impact Hub, we boldly say, “The world is changing, and we are on the transition team”. Yet, what kind of competences are required in this transition team? And, are we, even as explorers, not also damned to continue our learning and education? I know and respect the competences of our community of founders and starters. However, I truly believe that it’s not (only) through the startup experience that we capture all aspects of life(-long learning). A proactive approach for founders to take learning more seriously and to combine it with startup success could be to become educators and instructors ourselves. There is an armada of young people and talents (backed by a political agenda) waiting to learn from the startups‘ way of hustling ourselves into a structurally different future of work.

„Failing Forward“ – Hinfallen, Aufstehen, Krone richten und weitergehen

Wir lieben unser Co-Manifesto. Aber was genau bedeuten die ganzen Prinzipien? Und wie kann ich diese im Alltag leben? Erklärungsversuche aus dem Impact Hub Zürich Team und unserer Community. Dieses Mal:

„Failing Forward. We build, fail, learn and repeat.“  

 

Bei der Prüfung durchgefallen, das Projekt total vermasselt, das Start-up in den Sand gesetzt… Oder richtig schlimm krank geworden… – Aufwachen bitte, das muss ein Albtraum sein! Doch leider bist du schon wach, du stehst auf dem harten Boden der Realität. Genauso ist es Jacques vor einigen Jahren ergangen: Er baute einen Online-Shop für Bademode und Unterwäsche auf. Steckte all sein Talent, monatelange Arbeit, all seine Hoffnungen und sein ganzes Geld in erstklassiges Design aus Premium-Materialien  – doch die Sache floppte. „Du musst nicht nur ein Designer sein, sondern auch ein Berater “, so lautet knapp zusammengefasst seine wichtigste Lektion.

 

„Wir schmeissen die erste App-Version weg“

Heute hat Jacques Oberholzer, Gründer und UX-Direktor von Now Boading Digital (www.nowboarding.com) gut lachen. Nowboarding ist eine preisgekrönte Digitalagentur mit drei ausgezeichneten Apps und einer ebenfalls ausgezeichneten Immobilien-Website. Der klassisch Schweizerische Familienname Oberholzer täuscht, Jacques hat zwar einen Schweizer Elternteil, er hat jedoch den grössten Teil seines Lebens in Südafrika verbracht. Seit November 2017 ist er im Impact Hub Zürich und will nun mit nowboarding auch den Schweizer Markt erobern.

Das Geheimnis von nowboarding? Die Produkte sind konsequent auf das Nutzer-Erlebnis und die Usability ausgerichtet. “Das ist unser USP“, sagt Jacques, „wie etwas aussieht und wie es funktioniert. Das vergessen die Leute zu oft. In Südafrika sind 99 Prozent der Start-ups nach zwei bis drei Jahren weg vom Fenster.“ Nowboarding hat deshalb „Failing Forward“ zum Prinzip erklärt: „Wir produzieren die erste Version der App so billig wie möglich – oft erst nach langer Überzeugungsarbeit beim Kunden, der von Anfang an ein Premium will und vom Investor dafür viel Geld bekommen hat“, sagt der UX Director. „Aber man darf keine Angst haben, die erste App-Version wegzuschmeissen. Im Gegenteil, es ist viel besser, sie dreimal zu bauen und dabei ganz viel zu lernen“, sagt Jacques mit Überzeugung in der Stimme. So hätten sie unter anderem auch eine supergute App für die Vermittlung von Reinigungspersonal entwickelt, um Jobs für Arbeitslose zu schaffen, unterstützt von der Südafrikanischen Regierung. Alles auf dem neusten technischen Stand. „Das Dumme war nur, dass die Arbeitslosen mangels Bildung nicht mit den Apps umgehen konnten. Also lautete die Devise auch hier: dazulernen und besser machen. Ein klassischer SMS-Dienst war die Lösung für die Arbeitslosen. Das klappte dann bestens,“ erzählt Jacques.

Jacques Oberholzer von nowboarding.

 

„Krebs ist ein Versagen – du fällst ständig hin und musst immer wieder aufstehen“

Katarina Hagstedt sitzt mit auffällig grossen Kopfhörern am Tisch. Sie sind sozusagen ihr Markenzeichen, sie produziert Podcasts. „Ein mündliches Interview mit Audio-Effekten zu würzen, das gibt eine eindrucksvolle zusätzliche Wirkung“, sagt sie über ihre Arbeit. Die Interviews sind einem sehr speziellen Thema gewidmet: Krebs-Patienten, die diese Krankheit besiegt haben, erzählen ihre Geschichte. Dafür hat sie zusammen mit ihrem Ehemann, selber ein ehemaliger Krebspatient, die Plattform mysurvivalstory.com aufgebaut und auf einer Reise um die Welt 35 Geschichten von Überlebenden gesammelt. Ursprünglich war Katarina im Online-Marketing tätig, doch die Krebskranheit ihres Mannes hat auch sie verändert, sie widmet sich nun ihrer wahren Leidenschaft, den mündlichen Geschichten.

Katarina und ihr Mann sind überzeugt, dass es anderen Patienten hilft, Geschichten von Überlebenden zu hören und dass diese wertvollen Erfahrungen nicht verloren gehen dürfen. Und so sammeln sie Geschichten. Katharina, die ursprünglich aus Schweden stammt, ist zurzeit dabei, diese gesammelten Audio-Texte zu überarbeiten. „Ja, Krebs ist „Failing“, ein totales Versagen, eine heftige Explosion“, beantwortet sie meine Frage. „Es geht ganz existentiell darum, nach jedem Hinfallen im Auf und Ab der Krankheit wieder aufzustehen, auch als Partnerin“. Und auch beim Sammeln der Geschichten gab es Rückschläge. „Wir haben zu stark uns selber als Massstab genommen“, erzählt Katarina, „wir dachten, reisen und aktiv sein, so wie wir das taten, sei für unsere Gesprächspartnerinnen und –partner ermutigend und inspirierend.“ Doch das war nicht der Fall. Manche fühlten sich unter Druck gesetzt. Das war das Letzte was das Paar wollte. „Wir merkten, dass unsere Erfahrungen nicht allgemeingültig waren. So fingen wir an, auch andere Geschichten zu sammeln. Geschichten von Menschen, die sich schwach fühlten. Und wir lernten dabei: Auch diese Geschichten können hilfreich und inspirierend sein.“

Katarina Hagstedt von mysurvivalstory.com

 

Die Quittung fürs Drauflosstürmen

Haarscharf an einem Crash vorbeigeschrammt sind Cedric Domeniconi und sein Auto-Pfandhaus.ch (www.auto-pfandhaus.ch). Obwohl das schon 12 Jahre her ist, erinnert Cedric sich lebhaft: „Eigentlich hatten wir ja ein komisches Bauchgefühl. Der Anwalt, der abklären sollte, ob wir ein zollfreies Pfandhaus für Schweizer Autos im deutschen Jestetten eröffnen können, gab zwar grünes Licht, schob die schriftliche Bestätigung seiner Abklärungen aber immer wieder hinaus. Wir gründeten dann irgendwann einfach“, erinnert sich Cedric. Die Quittung für dieses Drauflosstürmen kam relativ rasch: Der deutsche Zoll wollte Geld für die beliehenen beziehungsweise verkauften Autos aus der Schweiz – und zwar sehr viel Geld. „Wir mussten unsere allerletzten Reserven anzapfen, sämtliche Freunde und die Familie anpumpen und so hat es ganz knapp gereicht“, erzählt Cedric.

Und einen anderen Firmensitz finden musste das Start-up auch. Anders als in Deutschland, wo es Auto-Pfandhäuser in jeder grösseren Stadt gibt, sind die gesetzlichen Hürden für dieses Geschäft in der Schweiz praktisch unüberwindbar, deshalb kam nur Deutschland als Firmensitz in Frage. Doch es gab zum Glück eine Lösung: Büsingen, eine zollfreie, deutsche Enklave. Das Jungunternehmen zog also mit seinen Firmensitz so rasch wie möglich dorthin. „Aus diesem Flop haben wir gelernt, wirklich gut zu Recherchieren, nie, nie Geld beim Anwalt zu sparen und auf das Bauchgefühl zu hören“, sagt Cedric.

Doch wer bringt denn eigentlich sein Auto in ein Pfandhaus? Es sind gerade nicht die armen Schlucker, die sozial Benachteiligten, erklärt Cedric. „Damit es sich lohnt, muss ein Auto mindestens 7000 Franken Wert haben und abbezahlt sein. Unsere Kunden fahren einen Porsche, BMW oder Mercedes und sitzen gerade in irgendeiner Klemme. Und sie rechnen damit, da schnell wieder rauszukommen“, sagt Cedric. Denn Pfandleihe sei nur sinnvoll, um einen ganz kurzfristigen Engpass zu überbrücken und keinesfalls, um einen neuen Fernseher zu kaufen. Die Zinsen sind nämlich höher als bei einer Bank. Cedric rät seinen Kunden denn auch immer, zu prüfen, ob nicht vielleicht der Verkauf des Autos der bessere Weg sei. „Doch vielleicht muss einer sich ja gerade mal aus einem „Fail“ retten“, lacht Cedric. „Im schlimmsten Fall ist dann halt das Auto weg.“

Cedric Domeniconi von Auto-Pfandhaus.ch

 

Wie aus einem Fail ein Glücksfall wurde

Anna Pfeiffer ist die Gründerin von Five Skincare (www.fiveskincare.com) und ihr Start-up ist noch sehr jung. Ihr Business sind Naturkosmetik-Produkte aus nur fünf Inhaltsstoffen oder weniger und seit August 2017 sind sie auf dem Markt. Warum diese Reduktion? „Ich suchte nach einem Produkt für sensible Haut, wie ich sie selber habe“, erzählt Anna. Denn heutige Produkte würden aus Dutzenden von Inhaltsstoffen bestehen. Wer mehrere davon an einem Tag benutzt, mutet seiner Haut locker 150 verschiedene Ingredienzen zu. Kein Wunder, nehmen Allergien zu!

Doch zurück zur Geschichte von Five Skincare. Investoren sind in der Kosmetik-Industrie – ein Haifischbecken weiss Anna aus Erfahrung – nicht so einfach zu finden. Darum machte sich Anna auf in die VOX TV-Show «Die Höhle der Löwen» und pitchte vor einem Drei-Millionen-Publikum. Und tatsächlich, eine Investorin biss an und versprach vor laufender Kamera, ins Geschäft einzusteigen. Hinter den Kulissen, als nun die Details hieb- und stichfest geregelt werden sollten, entwickelte sich die Sache jedoch anders. Man konnte sich nicht auf eine gemeinsame Strategie einigen und so kam der Deal doch nicht zustande. 

Doch Five Skincare hatte Glück im Unglück: Aus dem Investment wurde zwar nichts aber das junge Unternehmen überzeugte mit der Präsentation seiner Produkte und der Verkauf lief – aus eigenen Quellen finanziert – erfolgreich an. „Mit einem möglichen Fail leben, das musst du als Unternehmerin können, sonst bist du am falschen Platz“, erklärt Anna selbstbewusst. Ich bin sicher, Powerfrau Anna würde in einem solchen Fall ganz einfach aufstehen, ihr Krönchen richten und weitergehen

Anna Pfeifer von fiveskincare

 

 

How to do an interorganisational exchange – an example

Leider ist der Eintrag nur auf Englisch verfügbar.

An interorganisational exchange can lead to an unforgettable adventure and an invaluable personal and professional development. Knowledge, skills and inspiring ideas get exchanged and once returned back home, the experiences can be shared within the team.

Julia from Impact Hub Islington and me as a team member of Impact Hub Zürich know what such an exchange can look and feel like. We swapped Impact Hubs and lives for two months in autumn 2017. You can read about our experiences here.

 

In order to inspire other Impact Hubs to do the same and to get the most out of their experience, we have now put together a How to do an inter-Hub exchange handbook. we wanted to share the details of the process we went through to initiate, organise and monitor our exchange.

Feel free to share, use and adapt the handbook, and if you have any questions or comments or feedback, just drop me a line.

 

Opening Hours Christmas & New Year @Impact Hub Zürich

Leider ist der Eintrag nur auf Englisch verfügbar.

Opening hours coworking spaces Impact Hub Zürich

From December 23 – January 7 our coworking spaces will be hibernating and therefore remain closed. If you’re up for some work time over the holidays you can still access with the key. And of course, you can work from the cozy couches at our Café Auer&Co.

 

Opening hours Café Auer&Co.

Closed

December 23- 26 and December 31 – January 2.

Open

December 27-30 we are open from 10.30am to 5.30pm.

 

Opening hours Kraftwerk Café and spaces

Kraftwerk Café will be closed to the public from December 23 to January 7.

Kraftwerk spaces will be open for team/members, room/event bookings from January 4.

 

We wish you all wonderful holidays, crispy cookies, tasty wine and most of all a shining heart.

We are looking forward to seeing you in 2018!

 

Your Impact Hub Zürich team

 

 

RICOLAB | How to co-create a (radically unique) corporate innovation lab

Leider ist der Eintrag nur auf Englisch verfügbar.

A conversation with the CEO of Ricolab, Eva Richterich, and the co-founder of Impact Hub, Niels Rot, on how to build a radical innovation lab that’s still strongly connected to the roots of its parent company.

 

Eva, Ricolab is the radical innovation lab of the Swiss company Ricola AG. Where did the original idea for an innovation lab come from?

Eva: I co-developed the initial idea for the “lab” with the CEO of Ricola, Felix Richterich – also drawing on input from many people within and around Ricola. It was one of those ideas that multiple people have simultaneously for a reason. There were two main drivers: the desire to think long term and test new ideas ahead of time, and the need to understand the “new world” which is forming around us.

 

Niels, so how did Impact Hub Zürich get involved in this?

Niels: Eva approached us with her original idea for a lab and then we essentially co-developed a plan and a process for making this a reality. One of the reasons we were immediately interested was the idea of committing to the UN Sustainable Development Goals, which is exactly in line with Impact Hub Zürich’s Co-Manifesto.

 

And what was then the process from the original idea to today’s Ricolab?

Eva: First we created and aligned the cornerstones. This took some time and happened in collaboration with the board of directors and the executive board of Ricola. These cornerstones were:

 

  • Value alignment: The long-standing values of Ricola had to be at the core of every innovation we develop.
  • Time horizon and scope: Our work would focus on the next 20-30 years and would be in addition to the parent company’s business development and innovation.
  • Sustainability: As a future lab, we want to create business ideas that are part of a solution for a sustainable world – and not part of the problem. We therefore chose to use the UN SDGs as the framework for our innovations.
  • Independence: In order to operate outside of today’s business logic and thus fulfill our role as a future radar and future development lab, we needed a high degree of independence from our parent company.

 

 

Niels: We then used a customer-centric lean startup approach to move quickly from “concept” to “implementation”. Some of the key principles there were:

 

  • Co-creation: Instead of going to the board with the final concept, we went with early-stage drafts and asked for feedback and input. This helped with curating the co-ownership with the current CEO and the board and resulted in an official sign-off within 9 months.
  • Lean startup approach: Instead of trying to figure out our implementation strategy in a project plan, i.e. in theory, we started with a beta phase, which means we continuously developed something and tested it in reality. Within roughly half a year we had developed our innovation approach, built content and knowledge and put together a top-notch team as well as an initial community of interested people. In other words, we “reasoned while executing”.
  • The importance of a bridge builder who understands both cultures. In our case this was (and is) the CMO of Ricola, Raphael Richterich, who worked with us early on to align interests, create trust and develop synergies.

 

So where is the lab today?

Eva: We are a fully functioning lab with an amazing core team consisting of Tatjana de Kerros, Rasmus Nutzhorn, Benjamin Gräub and myself. We currently have two innovation sprints going on: one on food traceability and sustainability, and one on VR and nature. Apart from the sprints, we’re also building a growing community of top experts, are starting to collaborate with startups and are working on aggregating everything we learn. All of our work is linked back to Ricola via the overarching theme of “Herbs & Technology”. We are essentially the fast and lean speedboat that complements the larger, steady mothership.

 

Of course we have a lot of areas we would like to develop. One of them is how to better integrate the SDGs in our operations. Another is feeding our experience and knowledge back into our parent company – and actually also into our own work

 

Would you go through this process again?

Eva: Definitely, but I would need a few days off before doing it all again (laughs). A process like this is not a walk in the park, but it is extremely fulfilling, exciting and involves a steep learning curve – and of course we ARE going through it all the time because the development never stops. As for the initial phase you asked about, going through this with Impact Hub Zürich was essential to get to the level we are at now. I would only do this again with a partner like that to support us.

 

Niels, what have you learnt from Impact Hub?

Niels: Once again I’ve learnt that a project like this needs absolute passion with the people driving the process. You need a vision early on in the project which serves as an energy-giving “northern star”. You also need a long-term vision and a little courage from the parent company to initiate such a process. Furthermore, it was very important to dare to be radical and create something unique. The values, independence and the “edginess” of Ricolab created the DNA for a truly future-oriented innovation lab.

 

Do Impact Hub and Ricolab still work together?

Eva: Yes, we transformed our collaboration into a partnership agreement so we can keep on exchanging and learning from each other and be part of each other’s ecosystems.

 

And would you, Niels, also do it again?

Niels: Sure, we at Impact Hub Zürich loved working on this project and we are now in talks with several partners to help them set up similar labs.

 

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Zurich to London and vice versa – highlights from a 2-months life swap

Leider ist der Eintrag nur auf Englisch verfügbar.

Isabel and Julia first met on Skype on a cold January morning in 2017. At this point, there was only a bad Skype connection and the vague idea of doing a staff swap between Impact Hub Zurich and Impact Hub Islington (London) at some point later in the year.

Fast forward nine months, during which many more Skype meetings took place and funding from Stiftung Mercator Schweiz was secured, they met in London to start the 2-months exchange. It didn’t just involve swapping organisations and teams – they went all in: flats, bicycles, neighbours, hobbies and pets. The exchange was sparked by an appetite to learn from another Impact Hub and concluded with plenty of insights, memories, chocolate/tea and renewed energy gained. Here they share their main take-aways.

Julia and Isa met before they swapped their lives for two months.

 

Julia: London to Zurich and back

Impact Hub Islington, where I’m usually based, is the ‘original’ Hub in the network and is known for its coziness and tightly knitted community. Islington has remained small over the years, with 170 members and a team of 6 staff, with a strong focus on community building. So Zurich was a real adventure for me – over 900 members across four locations and a team of 60+ employees (!) I worried that it would take me ages to remember anyone’s name…

 

Looking back, it has been an incredibly insightful two months, and I am really grateful to all the lovely people who made me feel so welcome! Key things I have learnt:

 

  • Space design really does shape people’s behaviour: Impact Hub Zurich has many communal lunch tables, a spacious kitchenette and a beautiful rooftop terrace. Given the options, it seems silly to eat lunch at your desk. I’ve observed lunch clubs forming spontaneously every day between members simply because there is an inviting space to sit. Our space in Islington is more limited in that way, but there are still things we can do to encourage people to have regular communal lunch breaks – they’re great for everyone!

 

  • The scales may be different, but the community is made of the same stuff:  Whether you have 900 members across four spaces or 170 in one location, the basics of what makes people feel part of a community are the same: being seen, experiencing meaningful connection and feeling included. In a large community like the one in Zurich, it’s perhaps more about forming smaller clusters between members that gives them a sense of belonging, rather than aiming to make everybody feel connected with everyone. After all, scientists have suggested that humans aren’t capable of cultivating more than 150 relationships at a time… That’s a real challenge for Impact Hub Zurich that they’re trying to address by encouraging members to join topic-specific tribes or social clubs.

 

  • Hearing an outsider’s perspective on my ‘home’ Hub is invaluable: Throughout the two months, Isabel and I would Skype once a week to discuss key things we’d picked up across several categories including space, community, team, programmes etc. The fact that we each knew our respective teams meant that we were able to have really meaningful conversations about the observations we’d each made in our exchange Hubs. It’s sometimes difficult to disentangle things when you’re in the middle of it, so Isabel asking questions like ‘why do you do it this way?’ prompted loads of helpful thinking. In Islington, her input lead to the development of a protocol for running different kinds of events.

 

Isabel: Zurich to London and back

My ‘home’ Hub in Zürich has doubled in size within the last two years, prompting some rethinking of our approach to community building. Impact Hub Islington looks back on over 10 years of community building experience – what a learning opportunity! It was a very special feeling to come to the place where it all began, and I definitely found the inspiration I was hoping for. Here are two things that will stay with me:

 

  • Community needs both fun and personal connection: I attended a community event every day of the two months I was in Islington, throwing myself into the experience. It struck me that these events both created a space to chat and be silly, but also to talk about the challenges people are facing. The personal dimension created a strong sense of belonging, while the events also offered something at the professional level. I participated in the U.Lab meet-ups for people interested in systemic social change, where I connected with so many participants at a deep level while being offered the opportunity to think about the world in bigger terms. I was reminded of my own creativity and playfulness during a number of activities including crafting, carving pumpkins and meditation… and it felt great!

 

  • An Impact Hub can truly get you started in a new city: London can be a fairly daunting place, so when I first walked through the doors of Impact Hub Islington and was greeted with a warm smile, I instantly felt really welcome. Known to be one of the friendliest Impact Hubs in the network, I can say it definitely lives up to its reputation! Every day I got to know new people at the community events, gained new perspectives and learned new things. In the evening, there were some really interesting events on offer on topics including storytelling and how to negotiate purpose and profit in business, as well as a legendary Halloween party. In addition to making new connections and friendships, I heard from a number of members how their business had developed since joining the Hub. People seem to be very generous in sharing connections, which can really help when you’re starting out!

 

What next?

This was an experiment in inter-organisational learning that we can wholeheartedly recommend to anyone interested in gaining a new perspective on their work. We are developing a handbook based on this experience to share with Impact Hubs around the world as well as any other organisations interested in doing something similar (if you’d like to receive a copy email julia.oertli@impacthub.net). We both came back refreshed, inspired and with renewed commitment to our work in our ‘home’ Hubs.


We’d like to thank Stiftung Mercator Schweiz and their Expeditions Programme team for their generous support that enabled this exchange to happen, and our teams who welcomed a new colleague with such open arms.  

 

Originally published by Impact Hub Islington on November 29th 2017.

Written by Julia Oertli (Impact Hub Islington) and Isabel Käshammer (Impact Hub Zürich)

Create some magic within your team – A fun and easy Advent game

Leider ist der Eintrag nur auf Englisch verfügbar.

What if you could deepen the connection among your team during the upcoming Christmas time? What if you could create magic moments, spark creativity and joy within your company with very little effort? Well, you can. Actually with very very little effort. Because all you will need for this, is downloadable in this blog.

 

Let us share with you the Advent game we are playing at Impact Hub Zürich this year – maybe you’d like to spread that little spark within your own team. The game is called HubNoel – Share a Moment. It’s about the principles of our Co-Manifesto and the reflection of what we all have to give and to share – other than material things. 

 We were overwhelmed by the number of participants for HubNoel 2017!


Here’s how it works

  • Each participant writes 3-5 things on a card that he/she can offer and drop it in the HubNoël pot. This could be anything from taking someone for a walk, baking a cake, giving a massage, offering tech advice, playing a board game, painting a portrait, fitness-instructions over lunchtime, cleaning someone’s bike, a conversation in a foreign language you know – let your imagination guide you and remember that we all have loads to give!
  • Everyone draws a card from the HubNoël pot, which has the name of a fellow team member written on it
  • Everyone contacts the person on her/his card and picks his/her  favourite offering on the list. So each participant will contact a person; and, him/herself will be contacted by someone.
  • You meet before Christmas to redeem your gift and deliver your offering whenever it suits you.

 


Timeframe

  • Collecting cards

Of course, you are free to use the timeframe that suits you best. Depending on how big your team is, and how often they are in the office, it may take a few days before everyone drops his or her card.

  • Drawing of cards

We set a date and organised a little event with some nice sweets for everyone. For those who cannot attend, the pot will be displayed a little while longer, thus allowing everyone to draw a card. As an alternative, people may also write an mail to the organizer and ask the organizer to draw a card on their behalf; and, send the picture to them via email.

 

We simply recycled last year’s Christmas cards.


Make the magic moments visible

We asked the participants to make a picture/selfie during their shared moments and send it to us. We will set up a wall in a common room to display all the different magic moments.  Be there!

 


What you need

At Impact Hub Zürich, we simply recycled last year’s Christmas cards and hid the “2016” date by sticking a HubNoel sticker on it. If you have something to recycle, great! If you wish to use our templates for the cards, stickers and the poster with the rules, you are welcome to do so.

We offer you all the data for Adobe CS programs and in each folder you will find a pdf version. Feel free to personalize it according to your needs. Just remember to please mention us somewhere.  That will be our little Xmas present.  Cheers!

Download here the Impact Hub Zürich version of HubNoel

 

We wish you a wonderful Christmas time with your team, full of unexpected and memorable moments!

 

Your Impact Hub Zürich Team

 

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„Me, Us, All of Us“ – Die Community macht von Zürich bis Phnom Penh den Unterschied

Wir lieben unser Co-Manifesto. Aber was genau bedeuten die ganzen Prinzipien? Und wie kann ich diese im Alltag leben? Erklärungsversuche aus dem Impact Hub Zürich Team und unserer Community. Dieses Mal:

„Me, us, all of us. We creat scenarios where everyone wins.“  

Dass die Wertschätzung der Community nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, dafür liefern die Gesprächspartner meiner „November-Tour-de-Hub“ auch gleich Tatbeweise: Sie lassen sich von der Community inspirieren, geben Gratis-Tipps zurück, pflegen Freundschaften, wollen die Menschen mit Sport verändern, spenden Geld oders machen aus einem Hilfsprojekt ein erfolgreiches Start-up wie Codingate in Phnom Penh. Doch sie fragen auch: Können wir mit dem Anspruch, dass alle gewinnen, disruptive Technologien fördern? Und wie stellen wir sicher, dass das „Me“ im Start-up-Fieber und durch die Ansprüche der Community nicht ins Strudeln kommt?

Ein verhangener Novembertag im Viadukt, wo vor rund sieben Jahr die Wiege des Impact Hub Zürich stand. Etwa ein halbes Dutzend Leute sitzt im Bogen E konzentriert am Laptop. Seit der Eröffnung der neuen Arbeitsräume im Colab und im Kraftwerk ist es hier stiller geworden. Wer möglichst ungestört arbeiten möchte, kommt hierher. Darum verwundern mich die vier Körbe, die ich bekomme, auch nicht besonders, als ich um ein kurzes Gespräch bitte: „Leider keine Zeit, grad etwas unter Stress“ und „zu neu hier“, sind die Antworten. Ok – nicht aufgeben, vielleicht klappt’s eine Treppe höher.

 

Lockere Muskeln und ein massgeschneidertes Hochzeitskleid

Im Obergeschoss finde ich Jekaterina Migunova bei der Büroarbeit am Laptop. Obwohl sie demnächst los muss, nimmt sie sich Zeit für ein kurzes Gespräch. „Leben wir hier das Co-Manifesto-Szenario, wo jeder gewinnt, Jekaterina?“ frage ich sie? „Ich denke schon, dass ich zwischendurch auch gewinne und nicht nur gebe“, antwortet sie lachend. Jekaterina bietet mit ihrem Start-up Think-Balance  Büro-Massagen an, seit sie vor einem Jahr aus London nach Zürichgezogen ist. „We care“ hat sie zu ihrem Beruf gemacht. Und das Co-Manifesto, so erzählt sie, hängt an ihrem Kühlschrank. Der Impact Hub habe ihr beim Branding ihres Start-ups sehr geholfen. „Wenn du hier arbeitest, schafft das bei deinen Kunden Vertrauen und du hast einen Vorteil gegenüber den Mitbewerbern.“ Auch die Community selber finde sie extrem inspirierend, erzählt die trotz Zeitdruck sehr gelassene Masseurin. Das inspirierendste Beispiel sei für sie, dass sie in der IHZ-Community ein Start-up gefunden habe, das ein ganz spezielles Hochzeitskleid für sie herstellen wird. Es besteht aus Einzelteilen, aus denen Jekaterina im „Baukastensystem“ ihr ganz persönliches Traumkleid kreieren kann. Jekaterina wird nämlich nächstes Jahr heiraten.

Jekaterina Migunova, Think Balance

 

Ganzheitliche Fitness-Beratung und ein gutes Leben für die Kids in Afrika

Ist es Zufall, dass es auch Angel um das körperliche Wohlbefinden der Menschen geht? Angel Lazaro Bashile ist im Kongo aufgewachsen, lebte in New York, in Berlin und nun in Zürich. Er ist Personal Trainer und Health Coach. „Sport kann das Leben von Menschen verändern“, ist er überzeugt. Und etwas verändern im Leben der Menschen, das möchte er leidenschaftlich. Seit er einen schweren Unfall hatte, ist ihm das Soziale, sind ihm die Menschen noch wichtiger geworden. „Der Impact Hub hat mir ausserdem gezeigt, dass ich nicht 100 000 Franken brauche, um mein eigenes Start-up aufzubauen“, sagt Angel.“ Er ist seit rund einem Jahr Mitglied. Seine junge Firma heisst Downhill Sports und wird am 5. Dezember online gehen. Sie bietet eine ganzheitliche Beratung für Privatpersonen und Unternehmen. Sport, Ernährung, Lifestyle sowie mentale und psychologische Unterstützung werden auf einer Online-Plattform angeboten, um Körper und Geist gesund und fit zu erhalten – uns alle, all of us. Doch damit noch nicht genug. Angel will sich darüber hinaus für Kinder in sehr bescheidenen Verhältnissen in Afrika einsetzen. Deshalb wird er ab Dezember an verschiedenen Sport Events mit einem anschliessendem Fundraising-Dinner Geld für seine Stiftung „Ghetto Beats“ sammeln. Die Gelder der Stiftung kommen dann Projekten der Organisationen Agua de Vida, A21 und Unicef zugute. „Ich möchte den Menschen etwas hinterlassen, das über mein eigenes Leben hinausgeht“, sagt Angel und lächelt.

Angel Lazaro Bashile, Downhill Sports

 

Everyone wins – auch mit disruptiven Technologien?

„Hallo, störe ich dich?“ Mein Gegenüber isst in Ruhe seine Mandarine fertig und schaut mich gleichzeitig neugierig an. Nach dem letzten Bissen lässt er sich bereitwillig auf ein Gespräch ein. Patrick Kessel, so heisst er, hat Politik und Wirtschaft studiert, war Summerpreneur und ist seit einem Jahr IHZ-Member. Momentan arbeitet er für zwei Arbeitgeber, im Impact Hub für den Swiss ICT Investor Club und im Technopark für das Start-up veezoo, das einen über natürliche Sprache benutzbaren, virtuellen Assistenten für Datenauswertungen und -Visualisierungen entwickelt. Was er nun mit mir bespricht, ist seine eigene Meinung. Patrick gefällt die offene Atmosphäre im Impact Hub, dass es einfach ist, aufeinander zuzugehen. Darum hat er auch seine Masterarbeit im Café Auer geschrieben. „So etwas fehlt im Technopark, wo ich ebenfalls einen Teil der Woche arbeite. Da sitzt jeder in seiner räumlich abgetrennten Wabe. Und es gibt keine Dachorganisation, die Apéros oder Kennenlern-Lunchs organisiert wie im Impact Hub. Dabei wäre dies wichtig, ich schätze die Inputs durch Gespräche hier“, erklärt Patrick.

„Und was bedeutet für dich „Me, us, all of us“, hake ich nach? „Nun, das ist grundsätzlich eine gute Sache, da kann niemand etwas dagegen haben“, meint er, „aber was ist mit den disruptiven Technologien, die wir fördern wollen? Wenn wir ganze Wertschöpfungsketten aufbrechen, dann gibt’s auch Verlierer. Nehmen wir zum Beispiel eine Versicherung. Wenn die Kunden den Versicherungsabschluss einfach und schnell auf einer App vornehmen können, fällt z.B. der ganze administrative Bereich mit vielen einfach auszuführenden Tätigkeiten weg. Vor allem um Menschen in solchen „low skill“-Berufen muss man sich Gedanken machen. Was passiert mit ihnen? Ausserdem werden die menschlichen Interaktionen durch die Technisierung mehr und mehr reduziert. Auch nicht wünschenswert.“ Und Patrick fährt nachdenklich weiter: „Ja, wie machen wir das, dass alle profitieren? Da brauchen wir wohl ein noch ganzheitlicheres Verständnis von „disruptiv“, d.h. wir müssen auch daran denken, wem eine neue Technologie – ungewollt – schadet. “Danke, Patrick für deine kritischen Einwände, das wäre nun der Anfang eines weiteren, interessanten und nötigen Gesprächs, das aber mehr Raum brauchen wird.

Patrick Kessel, veezoo

 

Gebt uns Laptops und wir bringen euer Start-up zum Abheben

Vladimir Nozdak stammt aus Tschechien ist IT-Spezialist, Lehrer und zu Besuch im Impact Hub Zürich. Er arbeitet zurzeit bei der Firma Codingate  in Kambodscha und ausserdem eng mit dem dortigen Impact Hub zusammen. Codingate wurde 2013 in Phnom Penh gegründet und entwickelt interaktive Webapplikationen, bietet aber auch Graphic Design und Social Media Marketing an. Die Geschäftsidee entstand aus dem Projekt „Skill Exchange Laptop“ heraus, wo Studenten für die Entwicklung von technischen Computer-Lösungen statt mit Geld mit Laptops bezahlt wurden, die ihnen bis dahin fehlten. Innert kurzer Zeit konnte nun dank der Laptops eine ganze Reihe begabter Programmierer ausgebildet werden. Mit Unterstützung von Investoren wurde schliesslich Codingate gegründet, der ideale Arbeitsplatz für die frisch gebackenen IT-Spezialisten. Gerade eben, erzählt Vladimir, habe Condingate drei Auszeichnungen erhalten: Start-up of the year, best founder, best med tech application und dazu noch den lokalen Kambodian ICT-Award. Bravo!

Dass die Balance von „We, us, all of us“ wichtig ist, findet auch Vladimir, auch wenn es im Impact Hub Kambodscha kein Co-Manifesto gibt. „Wir möchten mit unserem Unternehmen so viel sozialen Impact wie möglich haben und der Gesellschaft etwas zurückgeben“, erklärt er die Philosophie seines Unternehmens. Soziale Verantwortung sei jedoch in Kambodscha grundsätzlich stark in der Kultur und in den Familien verwurzelt. Da es in Notlagen keine finanzielle Unterstützung durch den Staat gebe, würden die Familie oder allenfalls auch die Freunde einspringen. Für die Gemeinschaft, in der man lebe zu sorgen, sei deshalb ein wichtiger Wert. Etwas schwieriger sei es, für einmal sich und seine Meinung ins Zentrum zu stellen, beispielsweise beim Äussern von Kritik. Vladimir bemüht sich deshalb, bei seinem Team das „Me“ ein bisschen stärker in den Vordergrund zu rücken, um auch offene, konstruktiv-kritische Rückmeldungen geben und von den Teammitgliedern erhalten zu können.

Vladimir Nozdak, Codingate

 

Als Solo-Preneurin sich selber nicht vergessen

Larissa Hämisegger sieht so beschäftigt aus, dass ich schon zum nächsten Tisch weitergehen möchte. Doch auch sie nimmt sich Zeit, um sich mit mir kurz über das Co-Manifesto auszutauschen: „Ich kam vor zwei Jahren als Hubonautin zum Impact Hub Zürich und habe inzwischen mein Start-up Unumondo gegründet. Unumondo ist ein Sprach-Coaching und Integrations-Service. Beim Sprach-Coaching wird (Schweizer) Deutsch von Einheimischen in Situationen der realen Welt vermittelt, statt im Klassenzimmer.“ Erleben statt Pauken heisst Larissas Devise.

Und wie lebt Larissa das Motto „Me, us, all of us“ aus dem Co-Manifesto? „Ich habe zum Beispiel eine schöne Dynamic mit meiner Freundin Melanie Kovacs von Master 21: Wir gehen zusammen durch unsere Ups und Downs – wir sind beide Solo-Preneurinnen und unterstützten uns gegenseitig“, erzählt Larissa. Und gibt’s einen Erfolg zu feiern, tun die beiden dies ebenfalls gemeinsam. Ein starkes „Us“ ist da entstanden, eines das trägt. Doch für Larissa hört es an diesem Punkt nicht auf, sie lebt das „all of us“ ganz bewusst: „Ich helfe, wenn immer ich kann und vernetze auch sehr gerne Menschen miteinander. Und ich bekomme auch Unterstützung zurück.“ Eine win-win-Situation ist für Larissa auch der wöchentliche Yoga-Unterricht für die IHZ-Community, für den sie im Gegenzug die Mitgliedschaft erhält. Ich möchte von ihr trotzdem noch wissen, wo es aus ihrer Sicht vielleicht doch nicht ganz aufgeht. Sie denkt ein bisschen nach, dann meint sie: „Es ist sehr anstrengend, dass von Start-ups vieles einfach gratis verlangt wird. Klar, am Anfang ist es toll, etwas in der Community testen zu können. Aber irgendwann kommt der Punkt, da bist du ein Profi und sollst für deine Dienstleistungen oder dein Produkt auch etwas verlangen dürfen.“ Beim Reflektieren darüber, ab wann man z.B. Geld verlangen soll, könnte die Community noch etwas unterstützender sein, meint Larissa. Ebenso bei der Frage: Gewinne ich als Unternehmerin oder beute ich mich selber aus? Dies früh genug zu merken, damit sei man allein. Der Workshop zum Thema Burnout sei ein guter Ansatz gewesen, hier könnte noch mehr gemacht werden, ergänzt sie.

Larissa Hämisegger, Unumondo

 

Let’s talk Summerpreneurship 2017

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In the 2017 edition of Summerpreneurship there were again 30 students joining for an intership in different startups and innovation departements of corporations. Summerpreneurship brings students and career starters together with startups, universities and innovative companies for a summer internship. Through Summerpreneurship, students will get a unique experience of the entrepreneurial world, as well as a realistic view on the innovation sector free of high entry barriers. The three-month Summerpreneurship Academy is offered to the Summerpreneurs in order to learn about the tools they need to become an entre-/intra-preneur, to better understand the innovation world and their personal career paths. Startups and innovative companies get valuable support to drive their ventures further through the motivated interns, timesaving hiring process and access to a network of talented people (students, entrepreneurs, employees of innovative corporations startups and academia).

Let’s hear from Mirjam, Joshua and Oliver about the experience they had as Summerpreneurs.

 

What were decisive factors for you when choosing to apply for Summerpreneurship?

Mirjam: When applying for the Summerpreneurship program, I was looking forward to a fun summer, full of new experiences. To me, the most important was to get an insight into the startup world and have a valuable learning experience.

 

What was important for you when choosing your future startup employer?

Mirjam: I care about the values and the purpose of a company. But in the end I cared most about the people of the organization. The team I work with and learn from are definitely a crucial factor when choosing a company, especially when talking about start-ups and very small teams. To me it is important that, even as an intern, I feel as a part of the team. For this my co-workers need to be willing to share their experiences and be transparent about what’s going on the company. I was lucky enough to find a perfect fit: lovely people, great purpose and active in my field of studies.

 

What skills did you learn through Summerpreneurship?

Oliver: This programme was an enhancing experience to learn, build skills, and engage in an innovative and vibrant environment. Interns from various Impact Hub-based start-ups, would meet weekly to tackle important problems as well as learn about important concepts of innovation and entrepreneurship. Each session was structured around our own entrepreneurial idea for a potential start-up. Through workshops, our business idea was built and developed to become more viable. We applied various models and theories, e.g. a business canvas and the augmented service model, to our ideas to make them more lean and concise.

Joshua: The internship in the startup gave me the possibility to see into a new area of a business: Marketing. I believe that the most valuable lesson for me was that studying marketing at university and to actually work in marketing are two completely different things. I am grateful that I had the possibility to acquire new hard skills in a safe environment.

 

Are those skills of complementary character to your university curriculum? And how do those skills and new insights influence your future education/career path?

Oliver: Throughout the programme, I saw many parallels with my university curriculum. There were certain models and theories that I was taught during some of my courses at my university. It was interesting to apply these theories and models to our own idea developed throughout the Summerpreneurship program.

All in all, it was a great and informative programme which gave me many insights into developing a raw idea and how to narrow it down to become viable. The start-up industry is very dynamic and having learnt certain tricks and skills to navigate the venture of starting your own business is invaluable knowledge. I learned and applied skills that will aid me in engaging with future projects and internships, as well as learning how large Swiss academic institutions foster innovation, which was a fascinating and relevant aspect to the program.

 

How did Summerpreneurship have an impact on you?

Joshua: On a personal level I learned that some character attributes, such as flexibility and patience are of utmost importance when starting a business. Not losing sight of your goals and focus on your priorities was something that I could learn. Through the reflect and grow sessions that took part on Friday mornings, I could reflect more about myself, my learning steps and my desires for future jobs.

Another great aspect of the program was that I got to know many like-minded people, that have an intrinsic motivation to make the world a better place and that are interested in entrepreneurship. It was really nice to connect with people and to philosophe about the business world

Through the program I was able to find a new employer for my last year at university, which would have not been possible without participating the Summerpreneurship Academy. I can recommend the program to anyone who wants to gain experience in the start-up world and is not afraid to spend his/her summer holidays working.

 

„Start with why“ – Von der Lust, die Welt nachhaltig umzukrempeln

Wir lieben unser Co-Manifesto. Aber was genau bedeuten die ganzen Prinzipien? Und wie kann ich diese im Alltag leben? Erklärungsversuche aus dem Impact Hub Zürich Team und unserer Community. Dieses Mal:

„Start with why. We align passion, talent, purpose and profit.“  

 

Warum geben Menschen ihr regelmässiges Einkommen auf, um bis tief in die Nacht hinein und am Wochenende – meist für wenig(er) Geld zu arbeiten? Welche Rolle spielen dabei die Werte des Co- Manifesto? Ich habe im Impact Hub Zürich, dem Biotop der talentierten Weltverbesserer und tagträumenden Realistinnen, fünf ganz unterschiedliche Start-ups dazu befragt. Hier nun ihre Antworten.

 

„Hallo, warum hast du dein Start-up gegründet, falle ich per Telefon mit der Türe ins Haus. „Ja, das frage ich mich täglich“, lacht Loyall-Gründer Pascal Aubort, den ich auf Anhieb erwischt habe. Er denkt ein bisschen nach und erklärt dann: „Ich habe es in der IT-Branche einfach zu oft erlebt, dass aus der Unwissenheit der Kundschaft Profit geschlagen wird. Ihr Vertrauen wird missbraucht. So will ich nicht arbeiten.“

 

Loyall-Gründer Pascal Aubort

 

Kämpfe und Abenteuer im Markt für loyale Cloud-Services

Pascal hat deshalb vor rund einem Jahr seine eigene Firma gegründet und sie Loyall genannt. Das Start-up – so erklärt mir Pascal – bietet Beratung für und Umsetzung von Cloud-Services für Firmen und Schulen an. Beispiel: Ein Team arbeitet neu mit einem gemeinsamen Google-Sheet in der Cloud, statt Excel-Tabellen per E-Mail herumzuschicken. „Ich will nicht einfach Tools verkaufen, sondern ich will für meine Kunden und Kundinnen die Prozesse und die Zusammenarbeit vereinfachen“, sagt Pascal.

Das klingt sehr gut, doch ich lasse nicht locker: „Fällt es dir wirklich leicht, auf bezahlte Ferien und die Sicherheit, dass der Lohn am Ende des Monats auf deinem Konto ist, zu verzichten?“ Diesmal muss Pascal nicht lange überlegen: „Es ist wie eine andere Art von Abenteuer. Ich war davor längere Zeit auf Reisen. Da habe ich gelernt, mit Unbekanntem und mit Unsicherheit zurecht zu kommen. Und auch damit, mich finanziell einzuschränken. Darum fiel mir der Schritt in die Selbständigkeit leicht, als ich zurückkam. Klar, ich könnte heute fünfmal mehr verdienen. Aber hätte ich genauso viel Freude an meiner Arbeit? Sicher, ich muss kämpfen, niemand hat auf mich gewartet. Ich muss meinen Markt selber erschaffen. Aber ich habe auch enorm viel gelernt: Wie man eine Firma gründet, Buchhaltung macht…, vor allem aber, Geduld zu haben, bis der Kunde oder die Kundin das mehrmals verschobene Projekt dann doch endlich umsetzt.“

Und ja, Pascal ist sich ganz sicher, warum er tut, was er tut: „Es ist eine sehr coole Erfahrung und die Dankbarkeit der Kundinnen und Kunden ist für mich der Beweis, dass es mir bisher gelungen ist, Passion, Talent, Ziele und Profit auf eine faire Art unter einen Hut zu bringen.“

 

Nachtschichten für die Revolution im Nahverkehr

Als nächstes treffe ich mich mit Lydia Bosoni und Herbert Maerki vom Start-up Volantiss im Café Auer. Lydia beginnt: „Was wir im Bereich Mobilität machen wollen, gibt es noch nicht. Es wird einen positiven Einfluss auf unsere Lebensqualität und die Umwelt haben. Früher, als Angestellte, war es mir nicht möglich, so etwas zu erschaffen. Deshalb bin ich bei Volantiss eingestiegen und entwickle als President of the Board die Strategien.“

Und Herbert? „Ich sehe mich als Visionär und verändere gerne rückständige Strukturen zum Besseren. Seit einigen Jahren will ich die Art und Weise wie wir uns in Zukunft bewegen umkrempeln“, erklärt der Head Mission Control und Mitgründer. Doch was genau will Volantiss? Herbert erklärt: „Unser Schlagwort lautet «Mobility as a Service». Wir wollen ein offenes Mobilitäts-System möglich machen, das alle intelligenten und sauberen Verkehrsmittel miteinander vernetzt. Basierend auf der Blockchain-Technologie bauen wir eine dezentrale IT-Infrastruktur unter dem Namen «xways», auf die unsere Kunden mit einer App zugreifen können. Damit können sie ihre individuelle Mobilität leicht planen, buchen und bezahlen.

Volantiss vernetzt eigene Fahrservices mit anderen Anbietern wie E-Car Sharing, E-Taxi, E-Car Rental, Bikes sowie dem öffentlichen Verkehr, d.h. ausschliesslich elektrische, fossilfreie Mobilitätsmittel.“ Doch das ist nicht alles. „Das zweite Standbein von Volantiss“, erklärt Herbert weiter, „heisst «shareways». Es ist ein völlig neuartiger, pilotierter Door-to- Door Fahrservice mit E-Autos im Sharing Modus. „Dabei teilt man nicht nur das Fahrzeug, sondern gleichzeitig den Weg. So lässt sich der Verkehr markant reduzieren.“

Doch zur Umsetzung dieser Vision führt ein steiniger Weg, denn für Herbert ist es ist bereits der dritte Anlauf von Volantiss – Lydia ist erst vor eineinhalb Jahren dazu gestossen. „Genau, failing forward“, stimmt Herbert mir zu. Ich hake nochmals nach: Warum bleibt Herbert so hartnäckig an der Sache dran? Er könnte sich doch ein bequemeres Leben machen? „Wir wollen einen voll integrierten Service bieten, der Benzinmotoren ersetzt und die private Nutzung von Autos verändert. Wir wissen, wie das machbar ist, darum müssen wir es einfach tun. Es wird eine Revolution, ein Paradigmen-Wechsel!“ – Ich verstehe: Es ist diese Begeisterung, die Lydia und Herbert antreibt, sie bis spät in die Nacht und auch am Wochenende über ihrer Vision brüten lässt. Ich drücke beide Daumen, dass die Investoren diesmal einen längeren Atem haben.

 Lydia Bosoni und Herbert Maerki vom Start-up Volantiss

 

Indisches Design und Schweizer Hightech, ein Traumpaar

Ankita Thaker, die Chefin von Purple Peepal wirkt relaxt und unbeschwert wie eine Studentin, nicht wie eine zweifache Unternehmerin. „Meine erste Ausbildung habe ich in Architektur in Indien absolviert und die zweite in Landschaftsarchitektur in der Schweiz, an der ETH Zürich“, erzählt sie mir bei einem Capuccino. In den Jahren 2010/11 hat sie in Ahmedabad, Indien, ihre erste Firma gegründet. 2014 folgte die zweite in der Schweiz. Warum nicht den einfachen Weg gehen und das neue Knowhow nach Indien mitnehmen? „Die unterschiedlichen Herangehensweisen haben mich fasziniert“, sagt Ankita. „In der Schweiz legt man grossen Wert auf den Einsatz von neusten Technologien, auf Präzision und Qualität. In Indien dagegen werden unglaublich tolle Designs entwickelt. Meine Vision ist, für meine Kundinnen und Kunden diese beiden Ansätze zu kombinieren.“ Und es funktioniert! Purple Peepal – übrigens der Name eines Baumes – kann sowohl in der Schweiz als auch in Indien Projekte mit namhaften Firmen und für verschiedene Kunden umsetzen.

Und noch eine Spezialität hat das Indisch-Schweizerischen Start-up. In Ankitas Teams arbeiten nicht nur Architekten, sondern auch Handwerker. Dies auch deswegen, weil Purple Peepal sowohl Architektur, Innenarchitektur, als auch Landschaftsarchitektur und sogar Visual Graphic Design aus einer Hand anbietet. „Ich kann die traditionellen, indischen Handwerker auf diese Weise besser entlöhnen, ich habe mein eigenes Fairtrade-Konzept. Der Lohn ist etwas tiefer als in der Schweiz, aber höher als in Indien üblich“, erklärt Ankita. Und sie lässt die Schweizer Mitarbeitenden Praktikas in Indien und umgekehrt machen. Kulturaustausch, nicht Kulturtransfer, ist ihr Ziel. Passion, Talent und Sinn sowie ein (fairer) Profit sind Werte, die bei Purple Peepal nicht nur geschätzt, sondern gelebt werden.

Es kommt aber noch etwas Weiteres dazu: „Meine Arbeit muss Spass machen – sonst hat alles keinen Sinn“, sagt Ankita. Wer die sorgfältig und eigenwillig designten Häuser, Gärten und Möbel von Purple Peepal auf der Website sieht, versteht sofort, warum die Verschmelzung von Ost und West Ankita und ihrem Team Spass macht – und sich darüber hinaus auch noch gut verkauft.

Ankita Thaker, die Chefin von Purple Peepal

 

Warum die Rüebli vom Bauern nebenan auf meinem Teller landen sollen

Robin Müller weilt zwar zurzeit in Haifa, Israel, und der Netzzugang ist nicht immer gewährleistet, doch er ist sofort bereit, sich meiner Frage zu stellen: „Warum, Robin, braucht die Welt Farmtasy?“ – „Ein Drittel der Treibhausgase weltweit werden durch die Landwirtschaft verursacht“, antwortet Robin. „Die Konsumenten landwirtschaftlicher Produkte wissen kaum, woher diese kommen und wie sie produziert wurden. Wer Lebensmittel direkt bei den Produzenten kauft, weiss dies und kann so umweltfreundliche Produkte bevorzugen. Wir wollen für die Produzenten ein stabiles Einkommen sowie Unabhängigkeit. Und für die Endkonsumenten frische, regionale Produkte sowie die Unterstützung der Region, in der sie leben. Regionale Produzenten und Konsumenten müssen sich also finden. Mit Farmtasy stellen wir die Verbindung zwischen beiden Seiten her und helfen den Produzenten, ihre Produkte mit Hilfe moderner IT-Technologie direkt zu verkaufen. Farmtasy hilft also, nachhaltige, regionale Wirtschaftskreisläufe zu schaffen und somit den Ausstoss von Treibhausgasen zu senken.“

Und wie schafft es Farmtasy, ideelle Werte und Profit in Einklang zu bringen? „Unser Antrieb ist unsere Passion für regionale Produkte und Nachhaltigkeit. Sinn entsteht für uns dadurch, dass wir mit unseren Talenten Innovation in die Landwirtschaft bringen können. Profitabel wird das, was wir tun, durch den Verkauf unserer Software und unserer Dienstleistungen.“ Und wo liegen die Herausforderungen oder wo gibt es einen Widerspruch? Robin: „Innovation beziehungsweise das Einbringen unserer Talente ist leider nur teilweise möglich. „Break it down to the farmers“ ist eine grosse Herausforderung, d.h. unsere Vision ist nur langfristig umsetzbar, da sie grosse Verhaltensänderungen bei den Landwirten voraussetzt.“

Robin Müller von Farmtasy

 

Leute, verändert die Welt – kauft ethisch verantwortliche Mode!

Nathalie Gewerc Cohen ist an diesem Tag meine Tisch-Nachbarin im Impact Hub. Sie betreibt eine Plattform, die den Menschen Informationen und Tools anbietet, um ihr Verhalten als Mode- Konsumenten zu ändern.

„Was treibt dich an, warum hast du dein Start-up Fashion Flip gegründet?“ frage ich sie. „Weil die Mode-Industrie ein Geschäft ist, das die Umwelt extrem verschmutzt, unfair ist und innerhalb der Supply Chain gravierende Probleme hat. Dies zu ändern ist eine grosse Herausforderung, doch ich bin überzeugt, dass Veränderung möglich ist und wir alle dafür verantwortlich sind. Ich habe mich mit den Gründen auseinandergesetzt, warum die Leute noch immer Kleider kaufen, die nicht ethisch hergestellt worden sind. Daraus entstand die Idee, die Plattform Fashion Flip zu gründen, um die Leute zu informieren und sie zu überzeugen, nachhaltiger einzukaufen. Meine Idee beruht auf zwei Visionen: Mode soll ethisch verantwortlich sein und die Welt braucht Veränderung. Weil immer mehr Leute ebenfalls in Einklang mit ihren Wertvorstellungen einer nachhaltigen Welt und einer fairen Gesellschaft leben wollen, bin ich zuversichtlich, dass sie von meinen Ideen profitieren können. Obwohl, das gebe ich zu, manchmal machen es meine Leidenschaft und mein Idealismus schwieriger, mich zu fokussieren, da ich so viele Ideen habe, wie mein Business sein sollte.”

Nathalie Gewerc Cohen von Fashion Flip

 

„Truly regenerative“ im Arbeitsalltag? So geht das.

Wir lieben unser Co-Manifesto. Aber was genau bedeuten die ganzen Prinzipien? Und wie kann ich diese im Alltag leben? Erklärungsversuche aus dem Impact Hub Zürich Team und unserer Community. Dieses Mal:

„Truly regenerative. We take care of ourselves and the world.“

Gespräche mit der Impact Hub Community Zürich über die Werte im Co-Manifesto

Diesmal wollte ich eine kleine Umfrage bei den Nachhaltigkeitsheldinnen und -Helden im Impact Hub Zürich machen. Einfach ansprechen, dachte ich, und hören, was sie zu berichten haben. Also machte ich mich an einem noch einigermassen kühlen Freitagmorgen auf ins Colab – ganz Old School mit Notizblock und Stift bewaffnet. Die Tische waren nicht ganz so dicht besetzt wie sonst. Klar, die Sommerhitze setzt allen zu und ausserdem ist heute Freitag…

Doch keine Zeit verlieren, jetzt sind die Gedanken noch klar. Ich steuere also auf den ersten Tisch im ersten Stock zu – und ernte einen erschrockenen Blick: „Sind wir etwa am falschen Tisch?“ Nein, meine Lieben, ihr seid goldrichtig, denke ich. Und erkläre, dass ich auf der Suche nach Nachhaltigkeitsheldinnen bin und dass dieser Tisch so viel ich weiss, allen Mitgliedern zur Nutzung zur Verfügung steht.

 

Flexibel arbeiten – saisonale und regionale Produkte kaufen

Daniela Gerber ist von der AXA Winterthur, einer Impact Hub Partnerfirma. Ich frage sie, was sie tun musste, damit sie hier im Hub arbeiten kann. „Nichts“, lacht sie, „das ist keine Belohnung für besondere Leistungen. Alle Mitarbeitenden können im Rahmen eines Pilotversuchs stunden- oder tageweise Coworking Spaces nutzen.“ Dies sei Teil der flexiblen Arbeitsmodelle, welche die Firma stark fördere, sagt Daniela. Nicht für alle Jobs ist dies aber so einfach möglich. „Beispielsweise, wenn man viel telefonieren muss oder mit vertraulichen Daten zu tun hat“, sagt Daniela. Für sie als Content Marketing Managerin sei es jedoch eine willkommene und inspirierende Abwechslung, sporadisch im Impact Hub zu arbeiten. Vom Co-Manifesto und den dort formulierten Werten und Zielen hat Daniela bisher noch nichts gehört. Sie will sich den Flyer aber mal genauer anschauen. Nachhaltigkeit ist für sie grundsätzlich sehr wichtig. „Ich pendle mit dem ÖV von Oberrieden zur Arbeit und kaufe vor allem saisonale und regionale Produkte, wenn möglich nicht von den Grossverteilern“, meint sie. Und am Arbeitsplatz? „Die AXA ermuntert uns dazu, möglichst CO2-neutral zu handeln, zum Beispiel nicht zu viel zu drucken“, erklärt Daniela. Im Juni habe die Firma wiederum eine Corporate-Responsibility-Woche für die Mitarbeitenden durchgeführt, um für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. In diesem Rahmen konnten beispielsweise E-Mobilitätsgeräte getestet werden.  Ausserdem habe die AXA Winterthur eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt, rundet Daniela das Gespräch –  ganz professionelle Marketing Fachfrau – mit einem Verweis auf die Website ab. 

Daniela Gerber von Axa Winterthur

 

In der Schweiz drucken und rechtzeitig Feierabend machen

Am Nebentisch ist Grafik 2 zu Hause. Grafik 2 ist ein gestandenes Start-up, sofern diese Wort-Kombination erlaubt ist. Gegründet von Janine Fuchs und Stephan Kauflin kann es nächstes Jahr bereits seinen 10-jährigen Geburtstag feiern. Ich treffe das bestens eingespielte Tandem, das Gestaltungskonzepte und unterschiedlichste Projekte im Bereich der visuellen Kommunikation entwickelt, an ihrem „Residential Table“, einem fixen Arbeitsplatz, im Colab am Sihlquai. Nachhaltigkeit ist für beide ein zentrales Thema: „Wir benutzen den ÖV, das Velo und für Geschäftsfahrten auch mal die Carsharing-Autos von Mobility“, erklärt Janine. Wenn möglich und sinnvoll druckt Grafik2 auf Recyclingpapier und die beiden versuchen auch immer, die Kundschaft davon zu überzeugen, in der Schweiz zu drucken. Stephan und Janine arbeiten beide Teilzeit. Gut für das eigene Wohlbefinden zu sorgen – we take care of ourselves – , finden sie selbstverständlich. Stephan: „Wir schauen, dass wir möglichst keine Arbeit nach Hause nehmen müssen und rechtzeitig Feierabend machen.“ Das leuchtet mir ein, denn gutes Graphik Design verlangt ausgeschlafene Köpfe, damit die Ideen sprudeln.

Stephan Kauflin und Janine Fuchs von Grafik 2

 

ÖV, geteilte Infrastruktur und Ferien im Alltag einbauen

Wer sonst sieht denn als Nächstes gesprächig aus? Ich gehe auf eine Tisch-Gruppe im Nebenraum zu, und frage, was für sie „truly regenerative“ sei. „Ich bin heute mit dem ÖV“ gekommen, meint Darko Veljaca von bluprint. Auch seine bluprint-Kollegin Danielle Schnieper benutzt selbstverständlich den ÖV. Und auch die Firma, bei der sie angestellt sind, sei nachhaltig – indem sie nachhaltig erfolgreiche Beratung anbieten und dadurch Zeit und Ressourcen der Kundschaft spare, meinen die beiden. Solopreneur Marinus Klap (www.klap-webdevelopment.com), der am gleichen Tisch sitzt, wohnt nur fünf Minuten vom Colab entfernt und kommt zu Fuss zur Arbeit. Er berichtet: „Für mich ist im Impact Hub zu arbeiten, sehr nachhaltig. Ich brauche kein eigenes Büro, ich teile die Infrastruktur. Ich brauche nur einen Laptop. Und ich vermeide die Selbstausbeutung, die ich bis vor einiger Zeit bei einem Grosskonzern bis zum Burnout betrieben habe. Wenn ich nicht mehr arbeiten mag, gehe ich baden. Ich kämpfe auch nicht mehr mit starren Prozessen und Hierarchien, die meine Weiterentwicklung behindern. Und im Sommer, wenn es heiss ist, nehme ich generell keine Stress-Aufträge an. Ich schlafe mehr. Das kann ich, weil ich weder einen Chef noch Gruppendruck habe. Truly regenerative, das stimmt für mich. Wer je ein Burn-out hatte, weiss: das ist der richtige Weg. Arbeiten bis zum Umfallen, dann in wahnsinnig teure Ferien fahren, von denen man vor lauter Erschöpfung nicht viel hat, weil man erst mal schlafen muss, das bringt es nicht. Ich baue meine Ferien in den Alltag ein. Zürich ist – gerade im Sommer – eine tolle, lässige Stadt. Ich kümmere mich ausserdem auch die Hälfte der Woche um mein Kind, das ist mir ebenfalls wichtig.“

Darko Veljaca, Urs Blickenstorfer und Danielle Schnieper von bluprint (v.l.)

 

Das Leben nicht aufschieben, auch wenn’s dafür Nachteile gibt

Auch für Danielle ist das Familienleben wichtig, darum arbeitet sie 50 Prozent. Darko ergänzt: „Regenerativ, das ist das, was Spass macht.“ Und alle drei machen zwischendurch auch mal Home Office. Sie sind sich einig, selbstbestimmt zu arbeiten, so dass es auch mit dem Familienleben vereinbar ist, dies sei ein nachhaltiges Lebensmodell. Marinus verschweigt aber auch nicht, dass dies bedeutet, dass man bereit sei, mit knapperen Finanzen zu leben. Allerdings brauche er auch viel weniger Luxus und Frusteinkäufe gebe es bei ihm schon gar nicht mehr. Auch Danielle ist sich bewusst, dass es Nachteile gibt: „Teilzeit zu arbeiten ist auch ein Karriere-Risiko. Ich weiss nicht, was später kommt. Andrerseits ermöglicht mir diese Art zu leben, jetzt die Sachen zu machen, die ich gerne mache.“ Genau, denn ist es nicht auch ein Risiko, Dinge auf später aufzuschieben? Wer weiss, ob eine bestimmte Gelegenheit oder eine Situation im Leben wiederkommt. Urs Blickenstorfer, der Chef von bluprint Schweiz, der nun zu uns stösst, holt uns wieder in den Arbeitsalltag zurück. „Bluprint bemüht sich, auch als international tätige Firma möglichst nachhaltig zu operieren. Obwohl unsere Kunden überall in Europa verteilt sind, versuchen wir Flugreisen zu reduzieren und statt Meetings vor Ort Videokonferenzen durchführen“, sagt er. Urs findet es ebenfalls ganz grundsätzlich nachhaltiger, im Impact Hub zu arbeiten. „Es gibt hier eine gute Infrastruktur, um zu wachsen. Ausserdem brauchen wir so viel weniger Administration, das ist ebenfalls nachhaltiger.“

Marinus Klap von Klap Development

 

Nachhaltigkeit in kleinen Schritten, Tag für Tag

Im vierten Stock ist es heute fast leer. Leider fühlt sich der Summerpreneur, den ich hier ganz vertieft am Computer arbeitend doch noch finde, nicht in der Lage, zum Thema Nachhaltigkeit etwas zu sagen. Nun, nach seinem Praktikum weiss er dann bestimmt mehr und ist auch nicht mehr so Interview-scheu… Beim Treppen-runter-steigen vom vierten Stock lasse ich die Gespräche im Kopf nochmals Revue passieren: Den oder die Nachhaltigkeitsheld*in habe ich – heute zumindest – nicht entdeckt. Dafür aber die Erkenntnis gewonnen: Das ist es eben, es braucht gar keine Heldentaten. Es braucht die vielen kleinen nachhaltigen Taten von vielen Menschen, Tag für Tag, persönlich umgesetzt und gelebt, die zu „truly regenerative“ führen.

 

Bist DU der/die Nachhaltigkeits-Held*in?

Es könnte nun natürlich auch sein, dass sich der Nachhaltigkeitsheld oder die Nachhaltigkeitsheldin eben – we take care of ourselves – gerade einen freien Frei-Tag gönnte, um der Hitze zu entfliehen, als ich durch’s Colab streifte… Sollte also ein Nachhaltigkeitsheld oder eine -heldin in eurer Nähe auftauchen – oder seid ihr das gar selber?! – dann bitte gleich hier und jetzt in die Tasten greifen und mir Bescheid sagen. Ich bin und bleibe gespannt auf eure Nachhaltigkeits-Highlights – aber auch auf eure vielen kleinen Schritte, die zur Nachhaltigkeit führen!

Von Mülltauchern und Gipfeli von gestern: Food Waste in der Schweiz

Ein Dienstagmorgen im Frühling im Impact Hub Zürich am Sihlquai. Es ist noch früh. Ein junges Paar steht vor dem grossen Backsteingebäude, Stofftaschen unter dem Arm. Die Ferien im Süden stehen bevor, der Kühlschrank zu Hause noch viel zu voll. Statt die Lebensmittel wegzuwerfen, haben die Reisenden sie in Tüten gepackt – um sie im Impact Hub wieder auszupacken. Das Essen landet im sogenannten “Fair-Teiler”-Kühlschrank, versteckt hinter einem holzverkleideten Tor neben der Hub-Terrasse. Im Kühlschrank können überschüssige, aber noch essbare Lebensmittel abgegeben werden. Ein anderer darf sich dann darüber freuen.

Während die beiden Reisenden noch Joghurt und Milch in die Kühlfächer legen, keucht eine junge Frau die Verandatreppe hoch. Eine dieser gigantischen, blauen IKEA-Taschen hängt über ihre Schulter. Die Tasche ist gut gefüllt. Nicht mit Utensilien des schwedischen Möbelhändlers, sondern mit Essbarem. Gipfeli, ein Kilo Orangen, Peperoni, Salat, Rüebli. “Alles aus dem Container”, sagt die Frau. “Containern” oder auch “Dumpster Diving” nennt man das, wenn Leute in den grossen Tonnen auf den Parkplätzen der Lebensmittelhändler auf Tauchgang gehen – auf der Suche nach dem, was dort ihrer Meinung nach (noch) nicht hingehört. Legal ist das nicht. Für die Mülltaucher geht es aber in erster Linie um Protest. Es ist die Kritik an der Verschwendung von Lebensmitteln, an der Wegwerfgesellschaft. “Das kann man alles noch essen!”. Die Schätze aus der Tasche der jungen Frau sind tatsächlich einwandfrei. Ein paar bräunliche Stellen, ein paar Runzeln in der Peperoni. Aber auf jeden Fall geniessbar. Die Köstlichkeiten werden im Team verteilt. Was übrig bleibt, kommt in den Fair-Teiler-Kühlschrank. So viel Essen, alles aus der Tonne?

 

Der grosse Abfall entsteht nicht bei den Händlern

 

In der Schweiz landen jedes Jahr über 2 Millionen Tonnen Nahrungsmittel nicht auf dem Teller, sondern im Abfall. 300 Kilogramm pro Kopf. Das zeigen Zahlen des Bundesamts für Umwelt bafu. Aber die IKEA-Taschen-Episode täuscht. Es sind nämlich nicht hauptsächlich die Händler, die für die vielen weggeworfenen Lebensmittel verantwortlich sind. Laut der bafu-Studie fallen vier Prozent der Nahrungsmittel-Abfälle bei den Grossverteilern an. Viele Schweizer Läden gehen inzwischen aktiv gegen Food Waste vor. Bei der Migros wurden im letzten Jahr 1,5 Prozent der angebotenen Lebensmittel nicht als Lebensmittel verwendet. Weggeworfen wurden 0,1 Prozent, der Rest wurde verwertet als Tierfutter, Biogas oder Kompost. “Wir geben Lebensmittel, die nicht zum regulären Preis verkauft werden können, günstiger an Kunden oder Mitarbeiter ab oder stellen sie gratis gemeinnützigen Organisationen zur Verfügung”, sagt Sarah Grossenbacher, Fachspezialistin Nachhaltigkeit beim Migros-Genossenschafts-Bund. “Und wir verarbeiten optisch weniger schöne, aber einwandfreie Früchte und Gemüse aus der Filiale in der Gastronomie und stellen daraus schmackhafte Menüs oder Smoothies her”.

 

 

Frisch, knackig und gesundheitlich unbedenklich muss es sein

 

Lebensmittelabfälle können durch die Händler nicht vollständig verhindert werden. “Die Konsumenten sind sehr anspruchsvoll”, sagt Sarah Grossenbacher von der Migros. “So müssen Früchte und Gemüse immer frisch und knackig aussehen, sonst werden sie liegen gelassen und nicht gekauft.” Zudem gibt es gesetzliche Vorschriften. Das Schweizer Lebensmittelrecht schreibt den Herstellern vor, dass sie die Lebensmittel datieren müssen. Aus Gründen der Sicherheit dürfen alle verderblichen Produkte nach dem Datum „zu verbrauchen bis“ nicht mehr konsumiert und darum auch nicht mehr weitergegeben werden. Der Hersteller kann dann nämlich nicht mehr garantieren, dass das Gegessene nicht krank macht – etwa aufgrund von schädlichen Bakterien, die sich im Lebensmittel während der Aufbewahrungszeit vermehren können. Diese Vorgaben müssen die Händler einhalten. Die meisten vorverpackten Lebensmittel sind aber mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum ausgezeichnet. Dieses gibt an, bis wann ein Produkt nach Ansicht der Produzenten qualitativ „tadellos“ ist – und ist als Empfehlung gedacht.

 

Trotzdem landen viele Lebensmittel oft zu früh in der Tonne – zum Beispiel Brot und Gebäck. “In der Schweiz werden 50 Prozent der Backwaren verschwendet”, sagt Raoul Stöckle, der mit seiner Äss-Bar aktiv gegen Food Waste vorgeht. Unter dem Motto “frisch von gestern” verkauft die Äss-Bar Brot und Patisserie vom Vortag. Das Gebäck erhalten Raoul Stöckle und sein Team von lokalen Bäckereien. “Wir halten uns an strengste Vorschriften und kontrollieren unsere Waren regelmässig, um die Sicherheit zu gewährleisten”, sagt Stöckle. “Natürlich sind unsere Produkte oft etwas knuspriger oder weicher als frisch gebacken – die Kunden nehmen dies aber bewusst in Kauf. Und Reklamationen sind selten”, so Stöckle. Die Nachfrage ist denn auch gross: Inzwischen gibt es die Äss-Bar-Läden neben Zürich auch in Bern, Basel und anderen Städten.

 

 

Aus dem Kühlschrank in den Eimer

 

In der Schweiz gibt mittlerweile zahlreiche solcher Initiativen. Auch die Stadt Zürich zum Beispiel führt seit 2015 ein Projekt zur Vermeidung von Food Waste durch. Sie untersucht jährlich, wie viel Lebensmittelabfälle in den städtischen Verpflegungsbetrieben anfallen und wo es Potenzial zur Reduktion gibt. Laut dem Gesundheits- und Umweltdepartement konnte die Menge an Food Waste dadurch bereits signifikant reduziert werden. Aber all diesen Projekten zum Trotz: Food Waste bleibt in der Schweiz ein Problem. Und das wird es auch bleiben, wenn wir nicht bei uns selber ansetzen. Weil wie eingangs erwähnt: Der grosse Teil der Lebensmittelabfälle kommt nicht aus dem Handel. Auch nicht aus Kantinen oder Restaurants. Am meisten Food Waste fällt in unseren eigenen vier Wänden an.

 

Ganze 45 Prozent der Lebensmittelabfälle werden in den Haushalten verschwendet. Das zeigt eine Studie von WWF Schweiz und foodwaste.ch. Gründe gibt es viele: Wir kaufen mehr ein als nötig. Wir wissen nicht, wie wir welche Lebensmittel lagern müssen. Und wir nutzen unsere Sinne zu wenig: Nicht immer heisst ein abgelaufenes Mindesthaltbarkeitsdatum nämlich, dass ein Lebensmittel nicht mehr gegessen werden kann. Manchmal lohnt es sich, ein Joghurt genauer anzuschauen und daran zu riechen, bevor es verschlossen im Abfalleimer landet.

 

 

Weitere Tipps gegen Food Waste von Lukas Bühler, Gründer des nachhaltigen Caterings “Zum Guten Heinrich”:

 

 

 

Wer sich selber mal an der Nase nehmen und nicht nur beim Thema Food Waste, sondern beim Abfall im Allgemeinen genauer hinsehen will, ist herzlich eingeladen, bei der SMART Waste Challenge unserer Memberin Natalia Gartmann mitzumachen. Drei Wochen voller Tipps und Inputs, um in Sachen Güsel smarter zu werden. Noch bis Ende Juni 2017!

 

The Selnau Project: Let’s Start with Why

Leider ist der Eintrag nur auf Englisch verfügbar.

A few weeks back, we shared with you a first glimpse of our Selnau project.  The project, now called „Kraftwerk“, is our newest and so far biggest collaboration project with partners like digitalswitzerland, ewz and Engagement Migros.

We shared some first drafts of what the space could look like and brainstormed more ideas with our community. But – as was mentioned to us in the last Townhall Meeting – we very counterintuitively to our vision from the Co-Manifesto didn’t start with why… so let’s make up for that now! 

 

Why is Impact Hub Zürich doing this?

Our Co-Manifesto also states that we believe that the grand challenges of our time can only be solved through cooperation and collaboration (instead of isolation). Even -or especially- if that means bringing unlikely allies to the same table to meet at eye level and work on solutions together. For us that means that the knowledge of startups, corporations & organizations, but also of every individual is needed. We focus on developing solutions, learning from each other and having an impact together. This is what Kraftwerk does: We develop this space together with many different stakeholders right from the beginning!

In addition to these strategical reasons, we also have some very practical reasons for this collaboration. Put simply: We are running out of space! Not only of coworking and meeting space, but also space to host all the workshops called Factories, that bring startups and larger corporations together. These Factories are newer workshop formats that are focused on bringing interdisciplinary teams from the Impact Hub Community of entrepreneurs and makers together, who are getting paid for their expertise and experience, to work on the development prototypes and digital transformation of products and services.

Teaming up with digitalswitzerland, ewz and Engagement Migros, who all share the mission and vision of transforming the industries and business in Switzerland, allows us to form praxis-oriented teams mixed from startups, large corporates, freelancers etc. to collaborate and work on innovative solutions for our future. This will turn Zürich into a global economy- and innovation hotspot for makers!

 

Not an entirely new idea! 

Impact Hub Zürich has had partnerships with large companies from the very beginning. AXA and Swisscom, for example, have been with us from the very start. 

Our collaborations started with “simple” product and service sponsoring (hello phone booths at Viadukt), moving to partnering our most famous startups incubation program, the Impact Hub Fellowships, to support early stage startups with money, expertise and networking.

In the last two years, we put more and more focus on actually working with these companies and bringing them closer to the world of startups – which was very beneficial for both sides. May that be in the every day life at our coworking spaces or by fostering collaboration. The results were, that companies showed interest in changing their ways of doing business (see this or this example of AXA) and in preparing for the future. They took the chance to learn from startups, but also support them with expertise and money where possible (see example of Swisscom organizing the IoT Hackathon or of Engagement Migros’ Creative Hub supporting Creatives to become entrepreneurs). Our startups could broaden their networks and get in touch with potential partners and customers. And more than once, members could share their project and expertise in speaker engagements with our partners through these collaborations.

 

Collaboration is happening

Of course we knew that bringing unlikely allies together can be a tricky thing as their realities, as well as their needs & goals are very diverse. But this is why our Co-Manifesto is the basis for all collaboration in our community. Trust, transparency & meeting at eye level – to only name a few – are crucial values in this mission.

Our experience in the past has shown in many ways that having startups and larger companies in the same space as coworkers can have many positive effects. Here are some of the stories that unfolded within our community over the past years:

  • Livingdocs and Swisscom: A spontaneous meeting at Auer&Co between Gabriel Hase (Livingdocs) and André Schraner (Swisscom) has let to a successful PoC, where Swisscom has implemented Livingdocs’ content management system for Bluewin. Read more here!
  • Movu and Swisscom: Former Summerpreneurship participants Movu and Swisscom started a collaboration to bring true change to the world of moving in Switzerland. Read more here!
  • SINGA Factory and Engagement Migros: Innovation through diversity is the goal behind SINGA. Our partner is supporting the startup, that brings the spirit of entrepreneurship to refugees in Switzerland. Read more here!
  • Eaternity and Engagement Migros: Long-time Impact Hub member Eaternity teamed up with Engagement Migros to bring CO2-neutral menus to all over Switzerland. Read more here!  
  • Opendata.ch and Engagement Migros: Through their 3 year program business innovation food.opendata.ch, Engagement Migros worked with opendata.ch to bring the Open Foot Data Hackdays to life last February. Read more here!
  • And then there are all the interesting cooperations between startups and corporations that resulted from Kickstart Accelerator, our 11-weeks accelerator program, last year.

All these stories have encouraged us that we are on the right path to tackle the grand challenges of our time and fulfill the core stated in our Co-Manifesto:

We are a community of creators building a radically collaborative world!

 

How does a new space contribute to this?

Kraftwerk in Zurich Selnau will be the prototyping ground for furthering our mission: Collaboration. Across Industries. Across Sectors. Across Countries. Our newest baby will be a space to foster communities, innovation & collaboration. 

Therefore it will not be a coworking-space like Colab or Viadukt. We envision it as the evolution of a coworking space, a coworking space 2.0, or – as we like to call it – a collaboration space. Creating an atmosphere, programs and events that enable collaboration and co-creation is our ultimate goal here. Why? Because collaboration is the new coworking!

We want to develop new formats for this and try to find new ways (programs and events) for collaborations that are beneficial to all parties (strictly in the sense of “me, us, all of us” from our Co-Manifesto).  That’s why we need your input what you need/want from a collaboration space.

We look forward to you taking an active role in bringing real change to the future of business & solving the grand challenges of our time. 

If you have any feedback, input or ideas please let us know by writing an email to Katherina or – if you are a Member – by talking to your personal host!