Future of Work: Kollaboration – statt Clash of Generations

Vera Aebi · 5min · 12.03.2018

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euforia

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Agiles Arbeiten, Flexibilität, kollaborative Strukturen… dies wird die Arbeitswelt von morgen massgeblich prägen. Globalisierung und Digitalisierung, Komplexität und Veränderungsdruck sowie Nachhaltigkeitsthemen stellen Organisationen im 21. Jahrhundert vor neue lokale und globale Herausforderungen. Sie fordern bestehende Arbeitskulturen, Führungsstrukturen und Geschäftsstrategien heraus. Aktuelle Führungskonzepte, Karrierewege, Organigramme und Arbeitsweisen werden sich im kommenden Jahrzehnt drastisch verändern und die Generationen Y und Z, sprich junge Leute zwischen 16 und 32 Jahren, werden bis 2025 75 Prozent aller Arbeitskräfte stellen.

 

Was macht diese Generationen aus?

Digital Natives, Global Nomads, Millenials, … mit diesen Begriffen wird die junge Generation umschrieben, die ins Berufsleben einsteigt und andere Sichtweisen hinein trägt. Eine Generation, die aufgewachsen ist in der globalisierten, digitalen VUKA-Word (Volatilität, Ungewissheit, Komplexität und Ambiguität). Eine Generation, die nicht umsonst Generation Y – WHY – genannt wird: Sinnhaftigkeit, Transparenz und Nachhaltigkeit prägen ihr Handeln. Sie legen Wert auf flexible Arbeitsbedingungen, selbstbestimmtes Arbeiten mit Eigenverantwortung, sinnerfüllte Tätigkeiten, die ihren Fähigkeiten entsprechen, Teilhabe und kollaboratives Miteinander am Arbeitsplatz.

 

Dies hat immenses Potential für Unternehmen und Organisationen; vorausgesetzt sie schaffen es, die Weichen zu stellen und eine entsprechende Unternehmenskultur zu etablieren, neue Fähigkeiten zu entwickeln, innovative Denkweisen zu fördern, ein vertrauensbasiertes Arbeitsumfeld zu gestalten und kollaboratives Handeln zu unterstützen.

 

 

Kollaboration statt Konkurrenz

Eine Schlüsselrolle dürfte dabei das unscheinbare Wörtchen „miteinander“ spielen – aktuelle Entwicklungen wie Coworking, Co-Creation, Sharing Economy und Co. sind der beste Beweis dafür. Miteinander bedeutet aber auch ein gutes Zusammenspiel der Generationen am Arbeitsplatz. Schliesslich geht es nicht darum, dass auf einmal der komplette, bisherige Arbeitsalltag umgekrempelt und nur noch auf den Lebensalltag und die Bedürfnisse der jüngeren Generationen angepasst wird. Noch weniger sollte es darum gehen, die einen gegen die anderen auszuspielen und zu diskutieren, was denn nun besser sei – „das Althergebrachte, Altbewährte, auf das man sich verlassen kann“ oder „das innovative Neue, Agile, das andere Lösungen hervorbringen kann“. Beides ist gut und wichtig. Genauso wichtig wie es ist, dass alle Generationen im Team ihren Platz finden und sich aufgehoben fühlen; dass sie ihr Potential nutzen können; dass sie effizient, produktiv und motiviert zusammen und miteinander arbeiten. Schon wieder das Wort: „miteinander“.  


In der Tat ist diese Komponente oft das Zünglein an der Waage, das bestimmt, ob ein Projekt erfolgreich ist – oder nicht; eine Lösung gefunden wird, die alle tragen, – oder nicht; ob eine Innovation gelingt – oder nicht.

 

Code of Conduct für Teamwork

Eine Zusammenarbeit im Team, zwischen verschieden Menschen und unterschiedlichen (Arbeits-)Generationen ist vor allem dann erfolgreich, wenn jeder an seinem „best place to work“ leben kann; möglichst in einer Arbeitsumgebung, die ihn motiviert und seinen Beitrag und sein Engagement wertschätzt. Das bedeutet letztlich, dass es nicht DIE eine Arbeitsumgebung geben kann; nicht DIE eine glücksbringende Lösung für alle.

 

Daher braucht es Austausch – was ist wem beim Teamwork wichtig, wie und von wo will derjenige arbeiten (allein und im Team) und warum macht der andere das auf diese (und nicht meine) Weise. Es geht darum, einen gemeinsamen „Code of Conduct“ zu entwickeln, der Raum lässt für unterschiedliche Arbeitsweisen, Orte, Methoden und Mittel. Auf dieser Basis kann Verständnis entstehen. Verständnis für andere Sicht- & Herangehensweisen. Und wo Verständnis aufkeimt, da ist motiviertes, euphorisches und produktives Miteinander nicht weit. Eines allerdings ist dafür zwingend Voraussetzung: Man muss es wollen – das Miteinander!

 

Am 27. März 2018 lädt euforia euch ein, im Afternoon Lab zu den Themen agil.human-centred.kollaborativ einen Blick in die Zukunft zu werfen, konkrete Erfahrungen zu machen und euch über diese Eindrücke auszutauschen. Wir gehen der Frage nach zukunftsfähigen Organisationskulturen nach und zeigen Einblicke in Konzepte & Tools die im Verständnis eines Generationendialogs helfen. Weitere Informationen zum Anlass gibt es hier.

Vera Aebi organisiert zusammen mit anderen Engagierten den Afternoonlab „Agil. Human-centered. Kollaborativ.“ der Organisation euforia in Zürich. Als Happiness Trainerin & Wildnispädagogin (in spe) ist sie Feuer und Flamme für das, was Menschen motiviert, inspiriert leben lässt und glücklich macht. Für ein gelungenes Miteinander ist transparente Kommunikation auf gleicher Augenhöhe ess...

Vera Aebi

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